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Inhaltsverzichnis


Das NA Way Magazin wird in Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch veröffentlicht und ist Eigentum der Mitglieder von Narcotics Anonymous. Sein Auftrag ist daher, jedes Mitglied mit Genesungs- und Serviceinformationen zu versehen, sowie mit genesungsorientierter Unterhaltung, bei der es um aktuelle Themen und Veranstaltungen geht, die für unsere NA-Mitglieder auf der ganzen Welt relevant sind. In Übereinstimmung mit unserem Auftrag, widmet sich das Redaktionsteam ganz der Aufgabe, ein Magazin zu erstellen, das offen ist für Artikel und spezielle Beiträge, die von Mitgliedern aus der ganzen Welt verfaßt wurden, sowie für aktuelle Service- und Convention-Informationen. In erster Linie ist das Journal der Wertschätzung unserer Botschaft der Genesung gewidmet - daß Süchtige, alle Süchtigen, aufhören können Drogen zu nehmen, das Verlangen verlieren können, Drogen zu nehmen und einen neuen Lebensweg finden können.“

„Gebrauchsanweisung“ zum NA Way

Das NA Way ist ein breit angelegtes Dienstmagazin für das NA-Mitglied. Neben standardmäßigen Berichten von den Weltdiensten, enthält der redaktionelle Teil persönliche Erfahrungen in der Genesung, Komentare zu Themen, die NA als Ganzes angehen, bis hin zu humoristischen oder nostalgischen Beiträgen zur Genesung.Wir streben nach einem Geist von Einigkeit und gegenseitigem Respekt und wir schrecken nicht vor Kontroversen zurück, wenn eine konstruktive Lösung angeboten wird. Wir akzeptieren Beiträge in den Sprachen, in denen wir das NA Way veröffentlichen: Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch.

Wir behalten uns das Recht vor, alle Manuskripte zu überarbeiten und zu redigieren. Die Manuskripte müssen zusammen mir einer unterschriebenen Abtretungserklärung der Autorenrechte eingereicht werden.

Die Kriterien für die einzelnen Sparten des Magazins sind wie unten folgt:

Aktuelles 
Alles, was mit Berichten über aktuelle Themen oder Veranstaltungen in NA zu tun hat, bis hin zu ausreichend dokumentierten historischen Essays über die Anfänge NA’s in einem Gebiet, einer Region oder eimem Land. Bitte fragt zuerst bei uns an. Maximale Länge: 2.500 Wörter.

Mitglieder teilen 
Persönliche Genesungserfahrungen in der Länge von 500 bis 2.000 Wörter.

Parabeln 
Das sind fiktive Artikel, in denen der Verfasser oder die Verfasserin ein spirituelles Prinzip oder irgendeine genesungsbezogene Lektion veranschaulicht. Maximale Länge: 1.500 Wörter.

Stellt Euch das vor 
Seid Ihr jemals von Euerem Heimatgebiet weg gewesen und habt ein NA-Meeting besucht? Die Poster an den Wänden, der Ort, wo die Kaffeetassen stehen, die Tische, die Stühle, die Literatur - all das trägt zu einer Atmosphäre der Genesung bei. Und Ihr habt geglaubt, NA-Meetings werden nur in den Kellern von Kirchen abgehalten!

Humor und „Letzte Lacher“ 
„Letzte Lacher“ sind Ausschnitte aus NA-Zeitungen (auch Material aus dem NA Way Magazin), Versprecher aus der NA-Literatur, die man auf NA-Veranstaltungen gehört hat etc. Andere humoristische Artikel können alles enthalten, angefangen von einer „Top Ten“-Liste, über eine Parodie auf NA-Literatur, bis hin zu einem Multiple Choice-Fragebogen. Maximale Länge: 1.000 Wörter.


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Symposium

NA wird mündig
Am Fünften dieses Monats (Oktober) feiert NA den fünfundvierzigsten Jahrestag seines ersten dokumentierten Genesungsmeetings, das in Sun Valley, Kalifornien, abgehalten wurde. Das ist eine lange Zeit für eine Organisation. NA ist nicht wirklich alt, aber es ist sicherlich erwachsen geworden.

Eingedenk unseres fünfundvierzigsten Jahrestages haben wir einige ältere Mitglieder gebeten, uns zu erzählen, wie NA war, als sie dazukamen und wie es im Vergleich dazu jetzt ist. Sie freuten sich, daß sie und etwas über die „alten Tage“ von NA in Kalifornien, Australien und Pennsylvania* erzählen konnten. Wir dachten, wir würden zu hören bekommen, daß diese frühen NA-Gemeinschaften sehr unorganisiert waren, unerfahren in den Zwölf Traditionen und unfähig, überhaupt Service jedweder Art zu machen. Wir waren überrascht, als sich herausstellte, daß das der Realität sehr häufig eher nicht entsprach. Wir baten die folgenden Mitglieder, uns ihre Erinnerungen an ihre Anfangstage der Genesung zu erzählen und wir baten sie um ihre Meinung darüber, was ihrer Ansicht nach NAs nächster Schritt sein sollte und in welcher Hinsicht wir noch reifer werden müßten. Wie Ihr sehen werdet, erzählten sie uns bereitwillig von ihren Ideen.

Die meisten werden uns beipflichten, daß wir als Gemeinschaft gereift sind. Aber wir erhalten uns eine jugendliche Geisteshaltung. Wir sind stets aufgeschlossen und bereit, große Schritte zu unternehmen, die unser Wachstum für die nächsten fünfundvierzig Jahre sichern.

Bob, Kalifornien
37 Jahre
F. Wann bist Du clean geworden?

A. Ich bin 1961 clean geworden, aber ich kam schon 1959 zu NA und da gab es nur ein einziges Meeting.

F. Deine Geschichte im Basic Text trägt den treffenden Titel „I Found the Only NA Meeting in the World“ [Ich fand das einzige NA-Meeting auf der ganzen Welt], aber wie genau hast Du nun NA gefunden? Es gab doch damals keine NA-Helpline, oder?

A. Nicht ich fand NA; meine Frau tat das. Sie war unterwegs und suchte Hilfe und irgend jemand gab ihr die Telefonnummer von Jimmy K. Und dann hat sie mir gesagt, daß da welche dieses Ding dort machten (in San Fernando Valley). Für mich war das damals Ausland. Sobald ich mich aus South Central hinausbewegte, verirrte ich mich.

Es gab damals wirklich keinen einzigen Ort, wo ein Süchtiger hin konnte. Es gab Lexington, Ft. Worth und es gab ein paar Ärzte, die versuchten, Programme auf die Beine zu stellen, aber man brauchte viel Geld, nur um da reinzukommen. Sie hatten alle möglichen verrückten Ideen darüber, was Drogensucht ist und wie sie geheilt werden könnte.

Egal, ich ging in dieses Meeting und da waren Leute, die aus diesen Buch vorlasen und über das Cleanbleiben redeten — eigentlich redeten sie davon, clean und trocken zu bleiben. Es waren nicht viele — gewöhnlich ungefähr zehn, ein großes Meeting bestand vielleicht aus etwa zwanzig Leuten. Meistens war die Hälfte davon aus dem North Hollywood [AA] Clubhouse und sie kamen um sich mal anzuschauen, was diese Süchtigen da machten.

F. Haben sie in Eueren Meetings geteilt?

A. Bei dem, was sie teilten, ergaben die Schritte für mich überhaupt keinen Sinn. Ich las sie. Ich hörte sie. Es gab nicht viele Leute, die was davon erzählen konnten — außer Jimmy und einige von diesen Besuchern [von AA]. Die meisten von denen waren das, was sie selbst „zweifach süchtig“ nannten. Sie waren Alkoholiker, Mitglieder von AA, aber sie hatten auch Drogen genommen.

Es gab da Leute, mit denen ich reden konnte, Leute, die ich fragen konnte, was sie genommen hatten. Das war für mich damals wichtig. Wir mußten herausfinden, ob jemand einer von diesen „Todeskandidaten“ war oder einer von diesen „lockeren Dopefreunden“ Wir spielten die Sucht der Leute immer herunter. Man mußte sich erst qualifizieren.

F. Wart Ihr damals überwiegend Heroinsüchtige?

A. Jeder war ein Heroinsüchtiger. Es gab da noch ein paar Pillenfreaks, aber sogar das war in Verbindung mit Heroin. Einige Süchtige sind sicher deshalb nicht wiedergekommen, weil sie dachten, „ Oh, mein Problem ist nicht soo schlimm“, nachdem sie uns reden gehört hatten, aber eine Menge davon war einfach nur eine riesige Übertreibung.

F. Wie stand es mit der Akzeptanz von Leuten, die breit ins Meeting kamen?

A. Na ja, wir sagten ihnen, sie sollten es nicht so offensichtlich zur Schau tragen. Meistens ging es darum, daß wir uns nicht sicher waren, ob wir trinken sollten oder nicht. Ich meine, wir hielten Alkohol nicht für eine Droge.

F. Hat Jimmy Euch darüber aufgeklärt?

A. Nein, Jimmy hat nicht versucht, irgendwelche Streitthemen auf den Tisch zu bringen.

F. Also sagte er niemandem, daß er nicht clean ist, wenn er trinkt?

A. Nein, er sagte niemals jemandem, daß er nicht clean ist.

F. Und wie kam es dann zu der Entwicklung, daß die NA-Mitglieder Alkohol als eine Droge ansahen?

A. Das geschah erst sehr viel später, als wir langsam das Konzept der Krankheit Sucht begriffen. Wir arbeiteten auch sehr eng mit einigen „Außenstehenden“ [Nichtsüchtigen] zusammen — Leute, wie Dorothy Gildersleve [eine Sozialarbeiterin], Dr. Lewis Quick und Richter Emerson. Sie schickten dauernd Leute zu uns, damit damit ihnen geholfen wurde, und so blieben wir ständig mit ihnen in Kontakt. Sie schafften es, uns zu vermitteln, daß man nicht clean war, wenn man trank. Die Leute kamen zu uns und glaubten, sie könnten trinken, aber das dauerte nicht lange.

Wir lernten aus Erfahrung. In diesen Tagen verletzten wir, glaube ich, jede Tradition, die jemals geschrieben wurde. Die Traditionen bedeuteten uns nichts; wir warfen sie durcheinander, paßten sie an und änderten sie, wie auch immer. Das war es, was für uns funktioniert hat — bis es nicht mehr funktioniert hat.

F. Also hingen die Traditionen an der Wand...?

A. Ja, aber das waren ihre Traditionen.

F. Was habt Ihr getan, daß Ihr die Traditionen verletzt habt?

A. Ich will hier bloß die Anonymen Alkoholiker anführen, mit denen wir zusammengearbeitet haben. Ohne ihre Hilfe wären viele Dinge gar nicht in Gang gekommen, insbesondere das Ganze mit den Einrichtungen. Ich habe einen Brief von Tehachapi [Justizvollzugsanstalt] oder sonst woher, in dem von „double-dippers“ die Rede ist — das sind AA/NA-Meetings. Die Anonymität wurde manchmal sehr locker gehandhabt.

F. Und was war mit dem Geld? Habt Ihr Geld von Quellen außerhalb genommen?

A. Wir nahmen Geld von jedem, der welches hatte. [Er lacht] Es war damals sowieso nicht viel Geld da. Nein, eigentlich mußten wir lernen, wie man Geld zurückgibt. Ein paar Leute schickten uns Geld und sagten: „Ihr macht einen guten Job, blah, blah, blah.“ Also schrieben wir ihnen einen Brief und schickten das Geld zurück. Wir erhielten uns selbst, so gut wir konnten, aber meistens hatten wir keine Reserven. Wir finanzierten den Großteil unseres Gedruckten über Kredit. Unsere Druckerei gehörte jemandem aus dem Programm — aus dem AA-Programm — aber er druckte lange Zeit unsere Literatur, jahrelang, und er wartete auf das Geld. Wir haben ihm niemals große Summen geschuldet; unsere Rechnungen gingen niemals über zwei- oder dreihundert Dollar im Jahr hinaus.

F. Was habt Ihr damals gedruckt?

A. Nur das Kleine Weiße Büchlein.

F. Das war 1961?

A. Ja, ungefähr in den frühen Sechzigern. Damals mußte ich eine Zeitlang absitzen, die Tümmer in meinem Leben aufräumen, und ich gründete 1961 ein Meeting in Tehachapi. Doch auch da hingen wir irgendwie am Schürzenzipfel von dem AA-Meeting in der Einrichtung dort. 

F. Habt Ihr damals die AA-Literatur benutzt?

A. Nein, Jimmy schickte mir einige Exemplare des Kleinen Weißen Büchleins, [Richtlinien dafür] wie man ein Meeting leitet, solche Dinge. Auf jeden Fall war es das erste Meeting, das wir innerhalb einer Einrichtung hatten und da waren Leute, die an Genesung interessiert waren, oder zumindest daran, den richtigen Wisch zu kriegen, so daß sie raus konnten. [Er lacht]

F. Und das kam beim Bewährungshilfeausschuß gut an?

A. Manchmal. Ich selbst kam bei meinem Bewährungshilfeausschuß nicht allzu gut an, aber das ist egal. Also, wir fragten AA, ob wir etwas Literatur mitbringen könnten und sie ließen uns dann gewöhnlich das halbe Meeting machen.

F. Man war also damals sehr großzügig, was die Interpretation der Traditionen betrifft?

A. Na ja, wie ich schon sagte, wir verstanden die Traditionen damals nicht.

F. Das klingt so, als ob die AA-Mitglieder sie auch nicht verstanden.

A. Sie haben sie wahrscheinlich gekannt; sie kümmerten sich einfach nicht darum.

F. Gab es draußen dann mehr Meetings, als Du rausgekommen bist?

A. Ja, es gab drei.

F. Alle im Valley?

A. Nein, eines in Hollywood, das war wichtig, weil es das einzige in der Innenstadt war. Die Leute fingen an, in Meetings zu gehen. Es wurde zu einer Art Alternative [für den Knast]. Es war nicht so, daß die Sozial- und Bewährungshelfer auf unserer Seite waren, das war nicht der Fall. Sie hatten immer noch die Vorstellung, daß sie das Suchtproblem in den Griff kriegen konnten. Ich hatte eine Menge Probleme mit meinem Bewährungshelfer, weil ich die Dinge auf meine Weise tun wollte. Ich habe nicht genommen, aber ich redete verrücktes Zeug. Ich hatte noch immer ein Problem mit Autoritäten. Ich glaubte, ich tue, was ich tun sollte: Ich mache die Tests und ich arbeite, ich bleibe Zuhause und ich gehe in diese Meetings“ — und er wollte nicht, daß ich in die Meetings gehe.

F. Also waren die Justizbehörden damals immer noch sehr mißtrauisch diesen Süchtigen gegenüber, die sich da versammelten?

A. Ja, NA war nicht anerkannt. Außerdem, wenn du auf Bewährung bist, dann verstößt du gegen das Gesetz [wenn du dich mit anderen Süchtigen oder Straftätern triffst]. Ich hatte drei oder vier recht schwierige Jahre mit der Bewährungshilfe. Ich hatte eine bestimmte Einstellung und der Bewährungshelfer sagte: „Ich werde dich einsperren lassen und dann sehen wir, ob sich deine Einstellung ändert.“

F. Hat Dein Bewährungshelfer das dann auch getan?

A. Ja, aber ich fand im Gefängnis meinen Glauben, also hat er mir damit eigentlich einen Gefallen getan.
Wir machten die Dinge in NA so, wie wir sie machen sollten. Es gab kein großartiges Ablagesystem und es gab kein Büro. Jimmy hatte wahrscheinlich die beständigste Telefonnummer, also riefen die Leute ihn an.

F. Und was ist mit den Entscheidungen, die NA betrafen, wurden sie von denen getroffen, die gerade da waren?

A. Nein, wir hatten etwas, das sich „Mutterorganisation“ nannte. Diese Mutterorganisation bestand aus Sekretären und Schatzmeistern, die sich aus diesen zwei oder drei Meetings rekrutierten.

F. Ein Repräsentant aus jedem Meeting?

A. Ja.

F. Also war es so etwas wie eine Mini-Gebietsservicekonferenz?

A. Ja, wir waren ungefähr zu zehnt. Was die Dienste anbelangt, so versuchten wir, eine Art Anrufdienst aufrecht zu erhalten. Dieser Anrufdienst nahm Telefonanrufe entgegen und rief dann von einer Liste NA-Mitgliedern an, um herauszufinden, wer in der Gegend wohnte und wer zu einem Zwölften Schritt gehen konnte.

F. Also hat Ihr eine Menge im Zwölften Schritt gemacht?

A. Oh ja, so ein Zwölfter Schritt war immer eine ziemliche Aktion, weil normalerweise zwei oder drei oder sogar sechs Leute hingingen. Wir haben immer mehrere Leute hingeschickt, weil man nie wußte, was einen erwarten würde. Manchmal kamen wir in ganz schön schräge Situationen, wenn wir den Zwölften Schritt machten — Drogen auf dem Tisch, Waffen auf dem Tisch, ein total paranoider Typ und seine Mutter rief an oder er rief an, weil sie Angst hatten, oder aus irgend so einem ähnlichen Grund. Es gab da ziemlich verrückte Vorfälle, aber wir gingen trotzdem hin. Wir gingen hin und griffen uns jemanden, setzten ihn ins Auto und brachen ihn in eine Wohnung, setzten ihn hin und redeten die ganze Nacht mit ihm. Es gab damals in dieser Anfangszeit viele [NA-Mitglieder], die nicht arbeiteten.

F. Ihr habt diese Leute also einfach hingesetzt und die Botschaft weitergegeben.

A. Ja, und wir ließen sie nicht weggehen, jedenfalls einige Zeit lang nicht. Es gab nicht viele Orte, wohin man sie auf Entgiftung hinbringen hätte könnten, also mußten wir manchmal einfach eine Zeitlang bei ihnen bleiben. Wir haben uns selbst um sie gekümmert.

F. Ich nehme an, diese Leute hatten Bereitschaft?

A. Na ja, sie waren vielleicht nicht allzu bereitwillig, aber sie wußten nicht, was sie sonst hätten tun sollen. [Unsere Einstellung war] ruf nicht an, wenn du keine Hilfe haben willst.

F. Also habt Ihr sie da durchgeboxt und weich gemacht? Entweder sie blieben, oder sie blieben nicht?

A. Richtig. Einige von uns gaben ihnen Streichhölzer und sagten: „Geh und verbrenn’ dich. Komm nicht her, wenn es Dir nicht ernst ist.“ Ich glaube, damals gab es viel mehr solche Dinge. Es war ein ziemlich harter Umgang. Ich glaube, wir wuchsen da heraus, weil es notwendig war, wir versuchten schriftlich festzuhalten, wie ein Meeting geleitet werden sollte, oder etwas über die Traditionen aufzuzeichnen, oder darüber, was wir tun wollten: Süchtigen zu helfen, clean zu bleiben. Wir brauchten so etwas ähnliches, wie ein Komitee, um die Botschaft [von NA] hinauszutragen. 

Ebenfalls in den sechziger Jahren gab es einen großen Umschwung in der Denkweise [der Gesellschaft], was die Behandlung von Süchtigen anbelangt. Es gab das California Rehabilitation Center und ähnliche Einrichtungen. Gleichzeitig wurden viele Radiosendungen gemacht. Sie kamen zu unseren Meetings und interviewten uns gleich auf dem Parkplatz. [Dadurch hatten wir die Gelegenheit, Erklärungen abzugeben] was NA ist und was nicht. So fingen wir an, ungefähr einmal im Monat einige Spots bei einem Call-in Radiosender zu machen. Nach einer dieser Sendungen kamen die Leute [in die Meetings], weil sie uns ganz einfach einmal im Radio gehört hatten. 

F. Wann hat es angefangen, daß andere Leute, außer Heroinabhängige, in die Meetings kamen?

A. Das war wahrscheinlich so um 63 oder 64. Das war die Hippiezeit und Du weißt ja, daß die Vollgas gaben, sie nahmen, was sie kriegen konnten. Also sagten wir: „Ich glaube, wir müssen das ganz einfach tolerieren; das sind Drogen. Sie sind krank und wahnsinnig.“ Und wir haben gesehen, daß es funktionierte. Die Leute blieben irgendwann mal clean. Von diesem Punkt an begann ein starkes Wachstum. Bewährungshelfer schickten oft Leute zu uns. Und hier und da gab es einige gemeinschaftsorientierte Leute, Freunde von NA, wenn du so willst. 

Aus ihnen rekrutierte sich ein Teil unserer ersten Trustees. Wir beschlossen, daß wir definitiv einige Leute brauchten, die keine Süchtigen waren. Sie konnten als Berater dienen. Die meisten von ihnen arbeiteten im sozialen Bereich. Es war ein guter Austausch. Sie erzählten uns viele Dinge, die wir tun mußten oder trainieren mußten. Wir wußten nämlich überhaupt nichts. Wir waren ein Haufen Rowdys.

F. Wie ist Deiner Meinung nach NA als Ganzes reifer geworden?

A. Ich glaube, wir akzeptieren mehr, daß es Leute gibt, die was von ihrer Arbeit verstehen. Wir sind sehr professionell; wir sind gesellschaftlich repräsentativ. Lange Jahre waren wir in keiner einzigen Gesellschaftsschicht anerkannt. Wir bekamen wirklich nicht ein bißchen Anerkennung bis in die früher siebziger Jahre.

F. Was passierte damals?

A. Ich glaube, damals fing unser Wachstum an — die nordkalifornische Explosion, dann Colorado, Australien, England, Philadelphia.... Die Leute erkannten langsam, daß es einen Ort gab, wo man hingehen, clean werden und clean bleiben konnte. Und das Büro wurde sehr wichtig. Bevor wir das Büro bekamen, hatten wir nur einen Anrufbeantworter und ein Postfach. Wann die Post beantwortet wurde, das hing weitgehend davon ab, wer das Postfach leerte und wer den Schlüssel hatte.

F. Das war also das Zentralste und Beständigste, was wir hatten?

A. Genau. Das war unser Weltdienstbüro.

F. Die Welt in einer Schachtel.

A. Genauso war es. Ich habe ganz einfach den ganzen Kram in meinem Kofferraum mit herumgeschleppt, bis ich auf jemanden traf, der ihn beantworten konnte.

F. Was müssen wir noch tun?

A. Wir müssen die Gemeinschaft davon informieren [über die Weltdienste]. Die Leute haben keine Vorstellung davon, was auf der Weltdienstkonferenz abgeht. Sie haben keine Vorstellung davon, warum die Konferenz überhaupt existiert.

Debi S., Kalifornien
25 Jahre
F. Du bist 1973 clean geworden, ja?

A. Genau.

F. Wie viele NA-Meetings gab es damals?

A. Ich ging in eine Therapieeinrichtung und da gingen wir zu NA-Meetings, aber es gab nicht viele Meetings, deswegen gab es in dieser Therapieeinrichtung zwei NA-Meetings pro Woche.

F. Meetings in der Einrichtung? Waren die offen für alle NA-Mitglieder?

A. Ja, die NA-Gemeinschaft kam hin und machte die Meetings. Das waren die Leute, mit denen ich clean wurde — die Leute, die zu unseren Meetings kamen. Das waren auch die Leute, die man in allen Meetings sah. Wir gingen in andere Meetings...

F. Es ist in Ordnung, wenn Du sagt, daß Du zu AA gegangen bist.

A. Genau das will ich sagen. Wir gingen zu vielen AA-Meetings, überall und jeden Abend, denn NA war sehr jung. [Die Therapieeinrichtung] war in West Los Angeles und so nahmen wir das Auto und fuhren eine Stunde lang zu einer Stadt, die El Monte hieß, wo ich nie zuvor gewesen war, denn das andere NA-Meeting fand dort statt. Es gab auch ein Meeting in Crenshaw und eines in Hemosa Beach.

Das war’s; das war unsere NA-Gemeinschaft. Wir hatten keine drei oder vier NA-Meetings pro Abend, unter denen wir wählen konnten. Oft hatten wir keine Mitfahrgelegenheit und dann mußten wir irgendwo in der Nähe in ein Meeting gehen und wir gingen viel in AA-Meetings.

F. Ich erinnere mich daran, daß Du einmal bei einem Sprechermeeting, gesagt hast, daß Du am Anfang Deiner Genesung in AA warst und Du hast gefragt, ob die „Puristen“, die Probleme damit hatten, wollten, daß Du rausgehst und wieder von vorne anfängst. 

A. Richtig. Viele unserer Oldtimer machten in der Anfangszeit schlechte Erfahrungen in AA, aber ich gehöre zu denjenigen, die lauter total gute Erfahrungen damit gemacht haben. [Die Behandlungseinrichtung] schickte ganze Wagenladungen von uns in die Meetings in die Clubhouses, und die Leute mochten uns. Ich meine, da war diese Wagenladung voller junger Neuankömmlinge und sie, na ja, für uns sahen sie alt aus, aber sie waren damals bestimmt im selben Alter, wie ich heute. Sie hießen uns willkommen; sie wollten, daß wir wiederkommen und sie machten kein großes Aufheben um unsere Ausdrucksweise. Ich kann mich erinnern, daß ich meine Hand hob und über Sucht und Drogen sprach. Sie haben uns ganz einfach total akzeptiert und ermutigt. Ich erinnere mich nur an gute, positive Unterstützung in den Meetings.

Und dann war da natürlich die NA-Literatur — eigentlich gab es gar keine. Wir hatte das Weiße Büchlein und das war’s. Alle von uns lasen das Blaue Buch und die Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen von AA. Ich habe das Gefühl, daß ich sehr viel Glück hatte. Ich hatte einen Sponsor, der in den Zwölf Schritten und Zwölf Traditionen arbeitete, der im Zwölften Schritt arbeitete und in Krankenhäuser ging, ich meine jedes Wochenende.

F. Also gab es damals keine große Erfahrung mit den Zwölf Schritten in der NA-Gemeinschaft?

A. Nein, es gab keine. Aber wenn wir in Schrittemeetings von AA gingen, gab es dort so viel Wissenswertes für uns: grundlegende Dinge, wie man etwas macht, und persönliche Erfahrung, wie man die Schritte arbeitet. 

F. Kann ein Neuankömmling, der zu NA kommt, jetzt dieselbe Art von Erfahrenheit vorfinden, wofür Du damals in die AA-Meetings gehen mußtest?

A. [Lange Pause] Manchmal. Ich spreche für mich selbst, aber als ich in das Programm kam, wußte ich nicht, wie ich diese Leute einzuschätzen hatte, oder was für ein Programm sie hatten und ich war nicht darin geübt, mir einen Sponsor auszusuchen. Es lagen da nicht all diese Informationsfaltblätter überall herum.

Ich habe mich mit anderen unterhalten, die lange bei NA sind und lange clean sind und eines, was wir alle festgestellt haben, ist, daß es eine gute Seite hat, daß sich NA damals „formal“ von AA trennte und wir unser eigenes Buch und unsere eigene Sprache hatten, daß es aber auch seine schlechte Seite hat.

Die gute Seite war die Einigkeit, die Identifikation für die Neuankömmlinge. [Wenn ein Neuankömmling] hereinkommt und diese ganzen unterschiedlichen Begriffe aus all den unterschiedlichen Programmen hört, dann ist das verwirrend.

F. Was war die negative Seite?

A. Wir haben eine Menge Weisheit verloren, eine Menge Erfahrung, welche die alten Mitglieder von AA, an Leute wie mich, weitergaben.

F. Haben wir auch NA-Mitglieder verloren, die NA den Rücken ganz gekehrt haben, um ihre Genesung in AA aufrecht zu erhalten?

A. Es gab eine ganze Reihe von NA-Mitgliedern, die es [anderen NA-Mitgliedern] übelnahmen, daß sie hereinschneiten und ihnen erzählten, sie hätten sich einer anderen Terminologie zu bedienen. Sie lasen Erklärungen auf allen Meetings vor, was [Mitglieder] sagten. Also gingen sie und nahmen ihre Genesung mit, und wir sprechen hier über Leute, die damals zehn oder fünfzehn Jahre Cleanzeit hatten.

Ich habe damals die Position eingenommen, daß ich nichts bekämpfen werde. Ich spürte, daß ich wegen den Frauen, die nach mir kamen, in NA bleiben mußte. Wenn alle von uns abhauen würden .... dann würde ich nicht nur mich selbst betrügen, sondern auch die neuen Frauen, die zur Tür hereinkommen. Es gab Zeiten, da wollte ich einfach nicht hier sein, Zeiten, wo ich die einzige im Meeting war, die fünf Jahre clean war, oder ich war die einzige Frau im Meeting. Es war ein regelrechter Exodus, der damals stattfand. Ich verleugne niemals, wo ich meine Basis her habe. Manchmal ist es schwierig, wenn ich zum Beispiel auf einem Meeting spreche, dann kommt mir einer dieser Sprüche in den Sinn oder ich beziehe mich auf etwas, das dort in mich eingepflanzt wurde. Irgendwann habe ich aufgehört, mir darüber Sorgen zu machen. Ich kann meine Geschichte nicht ändern. Ich kann nicht ändern, wo ich herkomme. Und außerdem konnte ich darauf aufbauen.

Manchmal kamen Leute zu mir und waren wütend darüber, was NA ihnen aufzwingen wollte und ich versuchte dann, ihnen klarzumachen, daß NA neu ist und noch wächst. Es sind Leute, die fehlbar sind, die Fehler machen werden. Wenn jemand etwas zu Dir sagt, das Dich beleidigt, dann laß los bleibe dabei [in NA] und sei die positive Kraft für die Neuen, die durch die Tür kommen.

F. Hat sich da nicht eine Menge dieser Feindseligkeit schon gelegt —ich meine, wenn zum Beispiel ein Neuankömmling in einem Meeting teilt, daß sie oder er clean und trocken ist, dann gibt es nicht viel Getuschel und Ablehnung?

A. Das stimmt. Wir fielen von einem Extrem ins andere und jetzt ist es in etwa ausgeglichen. Ich glaube, die Leute sind da sehr vernünftig.

Ich denke da an die Neuen in den Therapieeinrichtungen, die jeden Abend in ein anderes Meeting gebracht werden. Sie wissen nicht, was abgeht. Man will sie nicht demütigen und aus dem Zimmer ekeln, aber genau das passierte damals in den frühen achtziger Jahren. Das hat jetzt aufgehört. 

F. NA ist also ein bißchen erwachsener geworden.

A. Ja, absolut.

Melvyn B., Australien
23 Jahre
F. Wie bist Du zu NA in Australien gekommen, als Du clean wurdest?

A. Da gab es überhaupt kein NA.

F. Du lebst in Melbourne, richtig? Hat es in Sydney Meetings gegeben?

A. Es gab welche und gab es keine. Da war so ein Typ, der den NA-Namen für seine Therapieeinrichtung benutzte und es gab eine Menge Auseinandersetzungen und Meetings wurden gegründet und gingen wieder ein.

So richtig angefangen hat es, glaube ich, in Melbourne. Ich habe festgestellt, daß die „Historiker“ oft gerne das auslassen, was sie nicht hören wollen oder was ihnen nicht gefällt. Ich kann Dir davon erzählen, wie NA hier angefangen hat, aber es ist nicht dieses [Märchen] vom Bettler-zum-Millionär, vom verzweifelten Süchtigen. Es waren alles cleane AA-Mitglieder.

Und ich bin dazu gekommen, weil ich in die AA-Meetings ging und mir dieses Buch von Hazelden in die Hände fiel und ich dachte: „Das ist gut. Vielleicht haben sie mehr davon.“ Also schrieb ich, das war so ungefähr 1975, an Hazelden. Sie schickten mir einen Katalog und in dem Katalog waren ein paar NA-Dinger. Da war das Kleine Weiße Büchlein und es gab einen Ratgeber für die Familie von Drogensüchtigen.

F. War das von NA?

A. Nein, das war von Families Anonymous. Jedenfalls gab es da drin eine ganze Menge Literatur. Ich bestellte sie und sie kam. Das löste einen ganz schönen Disput aus — es war ungenehmigte Literatur, es war dies, es war das.
Egal, auf jeden Fall wurde ich damals sehr krank und es wurde Tuberkulose diagnostiziert. Ich mußte ins Krankenhaus und während ich dort war, beschloß ich, eine ehrenamtliche Beraterin für Alkohol- und Drogenprobleme zu werden. Teil meiner Ausbildung bestand darin, daß ich einen oder einen halben Tag in jeder [Drogentherapie-] Einrichtung in Melbourne hospitierte. Also machte ich eine Runde durch alle diese Einrichtungen und was ich entdeckte war, daß es nichts für Süchtige gab, die mit dem Nehmen aufhören wollten und daß es nichts für Eltern gab, die Hilfe für ihren eigenen Schmerz brauchten. Durch die Literatur von Hazelden wußte ich von NA und FA und ich beschloß, beides zu gründen. Und da schrieb ich dann an Jimmy K. Er schrieb einen netten Brief zurück, mit Ermutigungen, und er schickte auch die Literatur, die damals vorhanden war — das war sehr gut — der NA-Baum und solches Zeug.

F. Wie lange hat es gedauert, bis Du eine Antwort bekommen hast?

A. Oh, die kam fast sofort.

F. Das ist toll. Nachdem wir wissen, wie die Post damals beantwortet wurde, bin ich wirklich angenehm überrascht.

A. Ja, jedenfalls ging ich in die AA-Meetings und in der Young People’s Group hier in Melbourne hörte ich, wie sie über Drogen sprachen. Ich traf [mehrere Leute] und wir beschlossen, NA zu gründen. Wir hatten davon gehört, daß NA in Sydney gegründet und wieder eingegangen war und wir trafen uns mit einem Paar, das dort involviert gewesen war. Ich suchte einen Ort, wo wir Meetings abhalten konnten und wir fanden was. Was tatsächlich geschah, war, daß Narcotics Anonymous und Families Anonymous im Abstand von einer Woche am selben Ort gegründet wurde. Und soweit ich weiß, war das der Anfang von den traditionsorientierten NAs, die sich über ganz Australien verbreiteten.

F. In welchem Jahr war das?

A. 1976. Von meiner Warte aus ist folgendes interessant: wenn ich nicht angefangen hätte als ehrenamtliche Beraterin zu arbeiten, dann .... Ich konnte bei AA über meinen Drogenkonsum sprechen und andere auch. In anderen Worten, ich brauchte NA nicht, um clean und trocken zu bleiben und andere auch nicht. 
Und für mich war das Ganze auch immer mit FA verbunden. Das hat natürlich Wut und Groll bei anderen Leuten ausgelöst, denen diese historische Verbindung nicht gefiel.

F. Was glaubst Du, warum sie die nicht mögen?

A. Ja, wenn Du wegen den Traditionen neurotisch werden willst, dann sprich mit NA-Mitgliedern, denn es gibt da eine Menge verkrampfter Leute. Wie wir überlebt haben, weiß ich nicht, denn es gibt definitiv ein selbstzerstörerisches Element bei NA. Na ja, ich schieße jetzt über das Ziel hinaus…
So hat es jedenfalls angefangen. Wir waren zu siebt und wir blieben eine ganze Zeit lang zu siebt. Der erste Typ, der in NA clean und trocken wurde, war der Brautführer auf meiner Hochzeit.

F. Das gefällt mir.

A. Ja. Ich habe ihn zu AA gebracht und er mochte AA nicht. Später wurde er kränker und ich nahm ihn mit zu NA und so viel ich weiß, ist er seitdem clean und trocken. Er hat NA in Bendigo gegründet.

F. Was war damals in Sydney los? Nichts?

A. Nein. Ich glaube, erst so ungefähr um 1982 oder 83 herum, machten in Sydney die ersten Gruppen auf, die sich an die Traditionen hielten und stärker wurden.

F. Eines wollen unsere Leser ganz bestimmt wissen: wie ist NA reifer geworden? Du hast mir einiges drüber erzählt, wie unreif NA damals war, was ist mit den Traditionen auf der einen Seite des Spektrums und den Leuten, die nichts über die Traditionen wußten, auf der anderen Seite ....

A. So ist es heute. In der Anfangszeit war es viel besser.

F. Wie kommt das?

A. Es war einfach alles viel entspannter. Wir hatten die grundlegende Linie für das, was wir tun mußten und wir versuchten alle, für einen gemeinsamen Zweck zu arbeiten, aber als wir größer wurden, gab das den Leuten den Spielraum, gehässig zu werden. 

F. In welchen Bereichen muß NA Deiner Meinung nach noch wachsen? Wo haben wir immer noch Probleme?

A. Engstirnigkeit. Rigidität. Süchtige, die dazukommen, können dieses autoritäre Gehabe „Mach-es-so-wie-ich, geh-in-die-Meetings, lies-den-Basic-Text, arbeite-die-Schritte“, nicht akzeptieren.

F. Spricht Du hauptsächlich von bestimmten NA-Mitgliedern, die Leute nicht akzeptieren, die zusätzliche Hilfe außerhalb von NA in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel Therapie oder Religion?

A. Ein gutes Beispiel dafür ist der Cartoon, den ich im NA Way gesehen habe. Diese Frau sprach davon, daß sie etwas [anderes] fand und die Frau am anderen Ende der Leitung wurde immer skeptischer. 

F. Richtig, das war in der Januarausgabe 1998.

A. Ich habe deswegen beinahe an Euch geschrieben.

F. Jetzt brauchst Du das nicht mehr zu tun, weil Du für das Magazin interviewt wirst.

A. Ich dachte, der Cartoon beschämt die Leute, die etwas anderes, außerhalb NA’s machen wollten. [Diese Haltung] verursacht letzten Endes Spaltung, weil sie intolerant ist. Wir müssen die Leute respektieren. Wenn wir sie beschämen, weil sie etwas anderes tun, das außerhalb einer eingeengten Sicht liegt, dann respektieren wir sie nicht. Ich meine, das, was Ihr veröffentlicht habt, war die Norm [in NA]. Als ich Vollzeit als Beraterin arbeitete, wurde ich mit einer Menge Vorurteilen konfrontiert. Außerdem kommt hinzu, daß ich Atheistin bin. Das hat den Leuten riesige Probleme verursacht — nicht mir, als genesende Person, sondern anderen. Dann habe ich aufgehört, in die Meetings zu gehen. Das war ein weiteres Problem, denn ich kriegte so viel Scheiße auf den Meetings zu hören — und ich schickte meine Klienten in die Meetings! Sie sagten, daß du nicht clean bleiben kannst, wenn du nicht in die Meetings gehst. Unsinn!

Ich habe das alles geschluckt, als ich neu war. Wenn es jemanden gab, der total auf Meetings, Schritte und Zwölfte-Schritt-Arbeit abgefahren war, dann war ich das, original. Mit der Zeit änderte ich mich. Jetzt [frage ich]: Worum geht es bei der Genesung? Was ist die Krankheit? Was gibt es in uns, das gesund wird? Und es gibt mehr als einen Weg, das zu tun.

NA wird wiedergeboren, wenn neue Leute ins Meeting kommen, die in der Gemeinschaft genesen und ihr individuelles geistiges Wesen einbringen. Aber was gefährlich ist, das ist die Vorstellung eines „geschlossenen Kreises“ — das, was draußen ist, ist schlecht, das was drinnen ist, ist gut.

Ich glaube nicht, daß Sucht eine Krankheit ist. Das ist kompletter Unsinn für mich. Denn Sucht als Krankheit zu bezeichnen — das war 1935 bis 1953 gut. Es ist jetzt auch noch sinnvoll, wenn du clean werden willst und einfach nicht weitergekommen bist. Du weißt selber, wie viele Süchtige clean werden, aber in anderen Süchten stecken. 

F. Oder sonst keine grundlegenden Änderungen durchmachen...

A. Genau. Ein anderer [Konflikt, den ich mit der NA-Philosophie habe] ist, daß ich keinen Gott habe. Schau dir die Schritte an und du siehst, daß sie wirklich auf einen Gott ausgerichtet sind. Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit damit, Leuten zu helfen, wie sie die ersten drei Schritte arbeiten können und wie sie ihr eigenes Höheres Selbst, oder was auch immer, benutzen können, damit wir zu den wichtigen Schritten weitergehen können: Schritt Vier und Fünf.

Aber wir behandeln diesen Kram immer noch wie ein Heiligtum: Das steht in dem Buch und deshalb muß es wahr sein. Ich habe beim Verfassen des Basic Text mitgearbeitet, nicht bloß mit meiner Geschichte, sondern auch beim Text selbst. Der wurde von fehlbaren Menschen geschrieben, die geschrieben haben, was sie zu dieser bestimmten Zeit eben wußten. 

F. Ich wollte Dir gerade erzählen, daß Teile unserer neuen Literatur, insbesondere die neuen Anleitungen zum Schritteschreiben, Leute erwähnen, die eine Reihe von Prinzipien für ihre höhere Macht benutzen oder ihr eigenes Höheres Selbst. 

A. Das ist ein guter Trend, aber wenn du in die Gruppen kommst — und Leute kommen herein und sie sind verzweifelt —und man sagst ihnen: „Das ist das, was du glauben mußt,“ — weißt Du, es ist sehr leicht, den alten Mist zu propagieren. Die älteren Mitglieder blieben clean, weil sie Unterstützung von der Gemeinschaft bekamen, aber das ist genau das Ding: Du kriegst nur Unterstützung, wenn du das Parteiprogramm befolgst. Wenn du es nicht tust, dann wirst du verdammt werden, dann wirst du geächtet. Das passiert neuen Leuten und das passiert Leuten, wie mir. Die Liebe ist nicht bedingungslos.

F. Du glaubst also, daß NA etwas bedingungslose Liebe braucht?

A. Ja, denn das ist es, was wirklich heilt.

Dave F., Pennsylvania
24 Jahre
F. Wie war NA, als Du 1974 dazugekommen bist?

A. Es gab hier eine lokale Rehabilitationseinrichtung und es war eine sehr aufgeklärte Reha, insofern, als sie den Süchtigen ihre Türen öffnete. Sie behandelte seit fünf oder sechs Jahren Alkoholiker und in den späten Sechzigern begann sie Süchtige zu behandeln. Der Direktor glaubte, daß dieselben Prinzipien, die bei Alkoholismus halfen, auch bei Sucht anwendbar waren.

Und daher war zu dieser Zeit NA dort vertreten. Es gab zwei NA-Meetings pro Woche und in Philadelphia war NA in seiner Anfangsphase, aber das war eigentlich erst ab 1969. Das ist eine kleine, interessante Geschichte...

F. Erzähl’ sie.

A. Sie hängt damit zusammen, wie wichtig die Literatur ist. Ein Süchtiger aus dieser Gegend war 1969 zu einem großen AA-Treffen in Kalifornien gegangen und er traf dort einige Leute, die sagten: „Schau, da draußen gibt es NA.“ Und sie gaben ihm ein — ein! — Exemplar des Kleinen Weißen Büchleins. Er nahm es mit in die Reha-Einrichtung und zeigte es einem Freund, der dort in der Reha Therapeut war und sie gründeten ein NA-Meeting. Alles, was sie über NA wußten, war das, was sie aus dem Kleinen Weißen Büchlein hatten.

F. Das war ausreichend, nehme ich an.

A. Das ist richtig. Und damit gründeten die Leute, die in der Reha gewesen waren, Meetings in ihrem eigenen Umfeld. Und so gab es zu der Zeit, als ich im Januar 1974 dazukam, ungefähr ein halbes Duzend Meetings in Delaware Valley, das ist der Großraum von Philadelphia und seine Vorstadtgemeinden. 

Auch so um diese Zeit — in den frühen siebziger Jahren — breitete sich das Drogenproblem aus. Viele Drogen-Rehabilitationszentren schossen aus dem Boden, die mehr nach dem Synanonprinzip arbeiteten, die therapeutische Gemeinschaften waren [sie befürworteten eine lange Ausgliederung aus der Gesellschaft]. Viele davon befaßten sich niemals mit dem Problem Alkohol im Leben eines Süchtigen.

Und da gab es dann das Kleine Weiße Büchlein und Meetings, die sehr deutlich herausstrichen, daß Alkohol eine Droge ist. Das war damals eine radikale Minderheitensicht. Es gab damals Reha-Einrichtungen, die versuchten, dir nach einem Jahr beizubringen, wie man sozial trinkt. Sie nahmen einen am Abend mit nach draußen und wollten dir zeigen, wie man nur ein oder zwei Bier trinkt.

F. Wir haben viel erreicht. Was ist mit den Zwölf Traditionen? Hat sich die NA-Gemeinschaft in Philadelphia danach gerichtet? Habt Ihr über sie geredet?

A. Das ist ein sehr interessantes Thema, weil alle auch zu AA gingen. Niemand hätte auch nur versucht — das wäre als idiotisch und halbherzig angesehen worden — nur mit NA-Meetings clean zu bleiben. [NA-Mitglieder] hatten einfach nicht diese Cleanzeiten. Ich erinnere mich an meine erste Stammgruppe. Es war ein großes Meeting, weil es ungefähr zwölf oder fünfzehn Leute hatte und das waren wirklich ziemlich alle Süchtigen, die zu NA gingen.

F. Und das war 1974 ein großes NA-Meeting in Philadelphia?

A. Ja, groß. Und es gab da jemanden, dem man sogar drei Jahre Cleanzeit nachsagte. Das war eine unvorstellbare Zeit. Also gingen wir alle zu AA und das ist etwas, was die Leute heute nicht verstehen können. Wir lasen AA-Literatur auf unseren Meetings.

Also mit Ausnahme unserer Beziehungen zu AA, würde ich sagen, richteten wir uns nach den Traditionen. Es gab ein Meeting in einer Therapieeinrichtung und [die Mitarbeiter] bestanden darauf, daß alle Süchtigen [von draußen] einen Urintest machten, bevor sie in das Meeting kamen. Also riefen wir die Intergruppe an und stimmten dann ab, dieses Meeting nicht zu unterstützen, weil das unsere Traditionen verletzte.

F. Das ist auch heute noch ein sehr umstrittenes Thema.

A. Aber wir haben uns selbst niemals als „die kleinen AAs“ gesehen. Wir hatten von Anfang an unsere eigene Persönlichkeit. Wir gingen einfach zu AA, um Spiritualität zu lernen und die Schritte von den Alkoholikern zu lernen, die mehr Erfahrung damit hatten.

F. Würdest Du sagen, daß die NA-Sprache eine Rolle gespielt hat bei der Entstehung der NA-Identität?

A. Nein, ich würde das überhaupt nicht so sehen. Wir hatten eine sehr klare Identität. Wir hatten unsere eigenen Aktivitäten. Wir hatten unsere eigene Intergruppe. Wir hatten unser eigenes Öffentlichkeitsarbeits-Komitee, das versuchte, die Botschaft nach draußen weiterzugeben, ich würde sogar sagen, das war damals aggressiver, als jetzt. Wir hatten eine Hotline in Philadelphia und die war in der Wohnung eines Süchtigen. Ich würde daher sagen, daß unsere Identität als eine von AA separate Gemeinschaft, schon da war, bevor die ganze Geschichte mit der NA-Sprache aufkam. Das fing hier erst Mitte der achtziger Jahre an.

F. Wie hat das die Gemeinschaft in Pennsylvania beeinflußt?

A. Es verursachte eine Menge Probleme. Viele Leute, die in NA engagiert waren, gehen deswegen nicht mehr zu NA. Diese Welle der „korrekten Sprache“ vergraulte die Leute. Aber das war nicht das erste, was passierte. Wir hatten einen großen Exodus, als der NA-Baum herauskam.

F. Oh, wirklich? 

A. Ja, er wurde hier ungefähr 1977 unter die Leute gebracht, nachdem er in Kalifornien herauskam. Viele Leute waren sehr dagegen. Es stellte sich heraus, daß es eine Minderheit war, aber es war eine starke Stimme der Minderheit, die sich weigerte, die Servicestruktur anzunehmen, die uns, wie wir fanden, aufgezwungen wurde.

F. Wie war Euere Servicestruktur davor?

A. Ziemlich ähnlich wie die von AA. Wir hatten eine Intergruppe.

F. Ich bin mir nicht sicher, ob alle unsere Leser mit der Servicestruktur von AA vertraut sind, könntest Du das bitte etwas näher ausführen? Was machte die Intergruppe? Ging da ein Repräsentant aus jeder NA-Gruppe zu einem Intergruppentreffen?

A. Ja, und das funktionierte wirklich gut. Das Treffen wurde an verschiedenen Orten abgehalten, damit das Interesse der anderen Gebiete geweckt wurde. 

F. Das ist toll. Hat sie irgendwelche Dienste angeboten?

A. Ja, wir machten Öffentlichkeitsarbeit. Wir hatten ein Literaturkomitee. Wir hatten unsere eigene Literatur hier. So, wie ich es verstehe, hieß der erste Schritt in Kalifornien in den frühen sechziger Jahren so: „...unserer Sucht gegenüber machtlos“, und es stand bestimmt auch genauso im Kleinen Weißen Büchlein, das 1969 hier benutzt wurde. Aber irgend jemand hier beschloß, daß es heißen sollte, „... den Drogen gegenüber machtlos.“ So war es eine ganze Zeit lang und es wurde hier zu einer recht großen Kontroverse. Meetings benutzten die Formulierung „den Drogen gegenüber machtlos“, und als der NA-Baum Fuß faßte, kamen Leute in diese Meetings und sagten ihnen, sie seien nicht NA. Wir versuchten auch immer, mit Kalifornien in Verbindung zu treten und wir bekamen nie eine Antwort. Es gab damals in New York keine lebensfähige Gemeinschaft. Wir kannten keine lebensfähige Gemeinschaft woanders. Das war der Punkt, wo viele Leute, die in den Anfängen von NA eine große Hilfe waren, einfach gingen.

Aber es blieben genauso viele, wie gingen, und sie ernteten ihre Früchte. Es war aufregend, das Wachstum der Gemeinschaft zu beobachten. Man muß Zugeständnisse machen. Ich will damit sagen, daß die [Kontroverse über die NA-Sprache] über die Jahre hinweg abgeflaut ist. Die Leute können in die Meetings kommen und so sprechen, wie sie wollen, ohne daß es eine negative Reaktion hervorruft.

F. Was hat sich noch geändert?

A. Ja, ich erzähle Dir noch was, was Du heute nie in einem Meeting antreffen wirst. Wir hatten „Fifty-fifty-Verlosungen“ [Anmerkung der Redaktion: Bei Fifty-fifty-Verlosungen werden die Lose für eine bestimmte Summe verkauft und der Erlös davon wird zwischen der Organisation, die die Verlosung veranstaltet, und der Person aufgeteilt, deren Los gewinnt].

F. In Meetings!?!

A. Kannst Du Dir vorstellen, daß sowas heute geduldet wird? Es würde einen Aufstand geben.

F. Was für verrückte und unglaubliche Dinger habt Ihr damals in NA noch gemacht, die heute nicht mehr drin sind?

A. Wir haben in den Meetings geraucht. Wir hatten Kaffee, Donuts und Zigaretten in jedem Meeting. Niemand hat auch nur einen Gedanken an ein Nichtrauchermeeting verschwendet.

F. Und was noch?

A. Die Leute wußten, daß wir Neuankömmlinge brauchten, wenn wir die Sache am Leben erhalten wollten. Jemand Kranker, der seine Ohren aufsperrte, war ein wertvolles Gut. Auch wurde ein Rückfall ein bißchen anders gesehen, als heute. Heute könnte man fast den Eindruck gewinnen, als sei ein Rückfall einfach nur irgendein weiterer Tag in der Genesung. Ich habe Leute in den Meetings sagen hören, daß ein Rückfall gut ist, und andere ziemlich absurde Dinge. Ein Rückfall wurde sehr ernst genommen und es war etwas, das man vermeiden mußte.

F. Glaubst Du, das liegt daran, daß heute Leute kommen, deren Tiefpunkt „weiter oben“ angesiedelt ist?

A. Ich weiß nicht. Ich glaube, die Leute haben heute Angst, sich gegenseitig Ratschläge zu geben. Es ist nicht in, jemandem zu sagen: „Hey, du machst da einen Fehler.“ Wir sind eher so geworden: „Wir akzeptieren alles, was du tust“— und das ist ein ganz schöner Blödsinn. Die Leute brauchen ab und zu, daß man ihnen sagt, wo’s lang geht. Die Oldtimer haben es einem direkt ins Gesicht gesagt, wenn sie dachten, daß du etwas falsch machst. Ich war vor ein paar Wochen in einem Meeting und da hat dieser Typ darüber geredet, wieso Alkohol für ihn nicht wirklich ein Problem ist und daß er trinken konnte. Ich unterbrach ihn und sagte, daß das NA-Programm ein Programm völliger Abstinenz ist und daß er hier wirklich nicht so reden sollte. Die Leute regten sich auf, weil ich das sagte.

F. Was meinst Du, in welchen Bereichen muß NA noch wachsen? Was ist der nächste Schritt für NA?

A. Ich glaube, wir müssen die Botschaft von NA wieder an die Öffentlichkeit bringen, und zwar in Form von Telefonnummern und Meetingslisten. Grundsätzlich bin ich ziemlich zufrieden mit dem, wie es ist. Ich mag das Interesse an der Geschichte, das nun aufkommt. Ich glaube, der nächste große Schritt sollte sein, daß jede Region ihre eigene Geschichte dokumentiert. Ich glaube, die Conventions sind Klasse und unglaublich gut organisiert. Gott sei Dank haben so viele Süchtige die Gabe, solche Dinge auf die Beine zu stellen.

Ich hätte es auch gerne, wenn wir die NA-Gemeinschaft in New York anerkennen würden, die damals 1949, 1950 usw. existierte. Ich habe eine Kopie der Satzung der Corporation von Narcotics Anonymous, die 1951 registriert wurde. Ich habe auch eine Originalausgabe von „Our Way of Life — An Introduction to Narcotics Anonymous“ [Anmerkung des Übersetzers: „Unsere Art zu leben — eine Einführung in Narcotics Anonymous], welche 1951 in New York veröffentlicht wurde. Ich glaube ganz einfach, daß wir unserer Geschichte gegenüber objektiver werden müssen. Das schmälert in keiner Weise den Beitrag, den die Leute in Kalifornien geleistet haben. Ich verdanke mein Leben dem Kleinen Weißen Buch, das irgendwann mal hier oben an der Ostküste gelandet ist. Ich glaube, daß es die Verdienste von Jimmy K. nicht auch nur im Geringsten schmälert, wenn man auch von dem Beitrag spricht, den Danny C. und Houston S. geleistet haben. Ich glaube, wir sollten die Verbindung zwischen den Gemeinschaften in Kalifornien und New York erforschen. Es könnte da irgendwo ein Kontakt zwischen ihnen bestanden haben.
Etwas anderes, was ich gerne hätte, ist, die Leute wieder zurückzugewinnen, die wir Mitte und Ende der achtziger Jahre vielleicht durch unsere mangelnde Kompromißbereitschaft vergrault haben. Sie haben eine Menge zu geben — und sie haben hier auch eine Menge zu bekommen.

Du kannst heute hier clean werden und brauchst niemals zu den Meetings einer anderen Gemeinschaft zu gehen. Ich kann das bezeugen. Unsere Sache ist so stark und so groß. Wir müssen keine Angst mehr haben, daß wir uns in irgend einer anderen Gemeinschaft auflösen. Wir werden nicht vergehen. 

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Von der Redaktion

In seinem Artikel bringt Jeff G. aus Kalifornien etwas zum Ausdruck, das viele NA-Mitglieder in ihrer aktiven Sucht glaubten: „Ich werde nicht älter als dreißig.“ Traurigerweise war das für die meisten Süchtigen oft genug auch so. Der Tod kam viel zu früh und folglich traf man in den meisten NA-Meetings gewöhnlich zumeist Mitglieder zwischen zwanzig und vierzig. Zum Glück ist das heute nicht mehr der Fall. Es gibt NA-Mitglieder, die Teenager sind und welche, die weit über das Rentenalter hinaus sind. Unser Traum, „daß kein Süchtiger, der Genesung sucht, jemals sterben muß, ohne die Chance gehabt zu haben, eine bessere Art zu leben, zu finden“, ist wahr geworden. Die Süchtigen haben heute wirklich eine Chance alt zu werden. 

Und damit ändert sich auch die Zusammensetzung von NA. Ältere Mitglieder haben den jüngeren und neueren Mitgliedern ihre Reife zu bieten, sowohl was die Cleanzeit anbelangt, als auch, was das biologische Alter anbelangt. Außerdem wird NA als Organisation reifer und das reflektiert die Genesung seiner Mitglieder. 

Wir wollten wissen, was einige unserer älteren Mitglieder über das Wachstum von NA über all die Jahre hinweg dachten, und so fragten wir sie danach. Obwohl die Gefühle, die sie äußerten, von Stolz bis hin zu Ablehnung gingen, hatten sie alle Vorstellungen darüber, wie sich NA in der Zukunft weiterentwickeln sollte. Ihre Sichtweise auf NAs Vergangenheit gibt uns Einblick in ihre Sicht der Gegenwart.

Was glaubst Du?
Obwohl ein Teil des NA Way für Artikel reserviert ist, um die wir ausdrücklich gebeten haben, damit wir für jede Ausgabe Themen zusammenstellen können, ist dennoch genug Raum für Euere Beiträge — entweder Euere persönlichen Beiträge für die Sparten „Leser teilen“ und „Service“, oder humorvolle Beiträge für die Sparte „Die letzten Lacher“ oder auch Meinungen und Komentare zum Magazin selbst. Vielleicht habt Ihr sogar eine Idee für den Kopfartikel, die Ihr uns vorschlagen möchtet. Die Beiträge tröpfeln langsam ein, aber je mehr wir davon zur Auswahl haben, desto mehr wird Euer Gemeinschaftsmagazin NA in seiner Gesamtheit repräsentieren. Wir warten auf Euere Beiträge.

Cindy T., Redakteurin



Richtigstellung:
In der Ausgabe vom Juli 1998 haben wir als Autor des Artikels „Policy mundgerecht“ versehentlich David R. genannt. Es hätte korrekt heißen müssen: Steven R., Stellvertretender Vorsitzender des WSC Policykomitees. Wir bitten um Entschuldigung.

Das NA Way Magazin begrüßt Briefe von allen Lesern. Leserbriefe können sich auf jeden Artikel beziehen, der im NA Way erschienen ist. Sie können aber auch ganz einfach eine Stellungnahme zu einem Thema sein, das für die NA-Gemeinschaft von Interesse ist. Die Briefe sollten nicht mehr als 250 Wörter haben und wir behalten uns das Recht vor, sie zu redigieren. Alle Briefe müssen eine Unterschrift, eine gültige Adresse und Telefonnummer aufweisen. Der Vorname und der Anfangsbuchstabe des Nachnamens werden in der Unterschriftszeile abgedruckt, außer der Verfasser oder die Verfasserin möchte seine/ihre Anonymität wahren.

Das NA Way Magazin wird in Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch veröffentlicht und ist Eigentum der Mitglieder von Narcotics Anonymous. Sein Auftrag ist daher, jedes Mitglied mit Genesungs- und Serviceinformationen zu versehen, sowie mit genesungsorientierter Unterhaltung, bei der es um aktuelle Themen und Veranstaltungen geht, die für unsere NA-Mitglieder auf der ganzen Welt relevant sind. In Übereinstimmung mit unserem Auftrag, widmet sich das Redaktionsteam ganz der Aufgabe, ein Magazin zu erstellen, das offen ist für Artikel und spezielle Beiträge, die von Mitgliedern aus der ganzen Welt verfaßt wurden, sowie für aktuelle Service- und Convention-Informationen. In erster Linie ist das Journal der Wertschätzung unserer Botschaft der Genesung gewidmet - daß Süchtige, alle Süchtigen, aufhören können Drogen zu nehmen, das Verlangen verlieren können, Drogen zu nehmen und einen neuen Lebensweg finden können.“
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Mehr als
Glauben
Ich habe immer an Gott geglaubt, aber das war auch nicht das Problem. Das Problem war, daß ich so an Gott glaubte, wie ich auch an den Nordpol glaubte.

Der Nordpol ist dort am oberen Ende des Planeten (oder an der Seite oder am unteren Ende, wenn du vom Weltraum aus draufschaust). Ich habe ihn nie gesehen, aber ich weiß, daß es ihn gibt. Was für einen Einfluß hat der Nordpol auf mein Leben?

Keinen. Absolut keinen. Genauso wenig Einfluß hatte mein Glaube an Gott. Für mich ist es interessant, wie Süchtige ihre Abneigung gegen irgendeine Person auf Gott übertragen und ihm sagen, was er gefälligst zu tun hat. Zumindest war das bei mir so.

Ich rebellierte gegen die bloße Vorstellung einer Höheren Macht, die etwas von mir erwartete. Ich behandelte Gott, so wie ich ihn verstehe, sehr selbstsüchtig. Ich bat ihn um Hilfe, wenn die Gefahr bestand, daß ich verhaftet wurde. Ich schrie aus meiner Angst heraus nach Gott, wenn ich glaube, ich würde sterben, weil ich zu viele Drogen genommen hatte. Ich dachte lediglich dann daran, daß Gott vielleicht etwas von mir wollte, wenn ich versuchte so eine Art kosmischen Deal auszuhandeln, so etwa wie: „Okay, Gott, gib mir meine Freundin zurück und ich werde mit den Drogen aufhören. Ich werde dann meine Mutter anrufen — jeden Tag.“

Soviel dazu. Ich glaube, ich hatte ein paar Vorstellungen davon, was Gott von mir wollte: keine Drogen, ruf Mutti an. Oder, in einem größeren Zusammenhang, den ich erst im Rückblick erkennen kann, daß ich aufhöre, meinen Körper und meinen Geist zu malträtieren; daß ich weniger selbstbezogen bin; daß ich an die Person denke, die mich zur Welt gebracht hat. Das Problem war, ich kümmerte mich nicht darum, was Gott wollte. Ich hatte keine Beziehung mit ihm.

Ich hatte großes Glück, als ich in das Programm kam, daß ich den Punkt heraushörte, um den es beim Zweiten Schritt geht: Wir kamen zu dem Glauben, daß Gott unsere geistige Gesundheit wiederherstellen kann. Und nicht bloß, daß wir zu dem Glauben an Gott kamen.

Alles, was ich von Gott glauben sollte, war, daß Er meine geistige Gesundheit wiederherstellen konnte. Und was ich auch noch dringend nötig hatte, war, eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Also fing ich damit an. Eines der ersten Dinge, die ich tat, war, daß ich mich ganz einfach an einem privaten und ruhigen Ort hinsetzte und mit Gott redete. Ich kam mir manchmal lächerlich vor, aber ich habe es gemacht. Was für mich wirklich funktionierte, war, daß ich ganz einfach mit Gott redete, wie ich mit einem Freund reden würde, einem Freund, der eine Eselsgeduld hatte, das sollte ich vielleicht hinzufügen. Ich erzählte Gott, worüber ich nachdachte, was ich an diesem Tag, zu diesem und jenem, gesagt hatte, was meine Freunde und meine Familie taten und was ich darüber dachte, was ich fühlte, wie gut mir meine Wohnung gefiel und so weiter.

Ich entdeckte einige Dinge und ich glaube, jeder, der versucht auf diese Weise eine Beziehung mit Gott aufzubauen, wird dieselbe Erfahrung machen. Zu allererst konnte ich Gott nicht anlügen. Es war absurd, es auch nur zu versuchen. Denkt mal darüber nach.

Zweitens fand ich heraus, daß ich mir immer weniger lächerlich vorkam, je mehr ich das tat und ich entdeckte, daß mein Mund anfing, die Wahrheiten zu sagen, die mein Herz bereits kannte.

Drittens konnte ich ruhig wütend auf Gott werden und Er ging nicht weg. Meine Unterhaltungen mit Gott wurden langsam sehr tiefsinnig. Es hat für mich niemals einen großen Unterschied zwischen Gebet und Meditation gegeben. Ich höre zu, ich mache meine Inventur, ich bitte um Dinge, heute meistens darum, daß Gott mich seinen Willen erkennen läßt.

Was habe ich über Gottes Willen für mich erfahren?

Abgesehen davon, daß ich meine Mutter jeden Tag anrufen soll, glaube ich, daß Er will, daß ich nach den Prinzipien der Zwölf Schritte von NA lebe. Sie enthalten offensichtlich fast alles, was einen achtbaren Menschen ausmacht: Ehrlichkeit, Demut, Großzügigkeit, Sensibilität, Aufmerksamkeit. Die Schritte lehren uns, wie wir leben können.

Ich werde weiterhin lernen.

Sam B., Illinois

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Will you still need me?

Als junger Mann war ich mir zweier Dinge total sicher: ich würde nicht nüchtern sterben und ich würde nicht älter als dreißig werden. Seht und staunt, keines von beidem traf ein. Glaubt mir, ich selbst war darüber mehr erstaunt, als alle anderen. Ich hätte alles darauf verwettet (und eigentlich tat ich das auch; ich setzte nämlich alles daran), daß ich vor 1976 tot und begraben sein würde, total zu mit Drogen.

Was für ein Schock! 1977 brach an und dann 78 und so weiter. Und hier bin ich. Es ist 1998, es geht rasch auf das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts zu, des Jahrtausends, der Tag, an dem alle Computer zusammenbrechen! Was hat da ein armer genesender Süchtiger zu tun? Ich bin einundfünfzig Jahre alt, wäre gerne ein sportlicher Typ, habe einem Körper, der streikt, bin spitz wie Nachbars Lumpi, meine Chancen bei den Frauen bewegen sich zwischen wenig bis gar nichts, ich zahle meine Rechnungen, aber fahre einen Lexus — nein!

Wie, und weitaus wichtiger ist, wo kann ich auftanken? Gibt es in NA einen Platz für mich, wo ich alt werden kann? Oder, so wie John Lennon sagte, „Will you still need me, will you still feed me, when I’m sixty-four?“

Die Welt wird von der Jugend regiert. Das trifft auch auf NA zu. Die wichtigste Person in jedem Meeting ist der Neuankömmling („Neuankömmling“ ist eigentlich schon eine Metapher für Jugend und und offenbar ist es in der Realität auch so, daß die meisten Neuankömmlinge jung an Jahren sind). Die Dienstorgane von NA werden oft nach Meetings für junge Leute gefragt, nach Aktivitäten für junge Leute usw. Das ist schön; das ist gut; das ist die natürliche Ordnung der Dinge — aber was ist mit uns Dinosauriern? (Ich meine „Dinosaurier“ hier nicht metaphorisch — sondern Leute, die sowohl älter als vierzig und dazu auch noch länger als zehn Jahre clean sind). Ich würde gerne ein paar von unseren Bedürfnissen, Wünschen und Einschränkungen aufzählen.

Ich möchte einmal pro Woche in ein Meeting gehen können, wo jemand darüber teilt, daß sein Kind ein neues Auto will, wenn er nicht einmal weiß, wie er sich einen Ölwechsel für sein altes Auto leisten kann. Ich sehne mich danach, eine Frau über ihre Unsicherheit teilen zu hören, die sie hat, weil sie Mitte vierzig ist und zu einem Date geht und so etwas nie zuvor getan hat, ohne vorher high zu werden. Ich interessiere mich dafür, wie jemand, der Hepatitis C hat, mit seiner Versicherung verhandelt, um sicherzustellen, daß er richtig versorgt ist. Ich möchte einen Vater oder eine Mutter teilen hören, wie stolz er oder sie ist, wenn der Sohn oder die Tochter den High-School-Abschluß macht. Ich möchte mich wohl fühlen, wenn ich über delikate Situationen teile, die sich im mittleren Alter ergeben und mit denen ich nie zuvor zu tun hatte, die aber jetzt in meinem Leben sehr aktuell sind. Leider fühle ich mich damit in den meisten Meetings nicht wohl.

Da gibt es aber auch noch eine andere Seite, eine sehr positive Seite des Ganzen. Ich möchte einmal pro Woche in ein Meeting gehen, in dem über verschiedene Arten von Meditationen gesprochen wird und wo die NA-Mitglieder über ihre Erfolge oder Mißerfolge teilen, die sie mit unterschiedlichen Meditationsarten hatten. Ich möchte mehr Leute über die Erfolge im Service sprechen hören und über die Geheimnisse und Techniken, die sie sie sich in all den Jahren angeeignet haben, damit man den Dienstverpfichtungen so gut und erfolgreich wie möglich nachkommen kann. Ich möchte ein gesundes Maß an Beiträgen meiner Altersgenossen hören, bei denen die Besessenheit, Drogen zu nehmen, schon lange verschwunden ist, und die nun feststellen, daß andere Probleme in ihrem Leben in den Mittelpunkt gerückt sind, vor denen sie genauso kapitulieren müssen, die sie akzeptieren und für die sie beten müssen.

Versteht mich nicht falsch. Es gibt nichts, ich wiederhole, es gibt nichts Bewegenderes oder Wichtigeres in meiner Genesung, als einen Neuankömmling erzählen zu hören, daß er oder sie „es kapiert hat“ — die Botschaft, daß du niemals mehr nehmen mußt. Die Erregung, die damit einhergeht, ist es, was die Kraftquelle unserer Gemeinschaft ausmacht. Es ist nur so, daß meine Bedürfnisse mit meiner Genesung und mit meinem Alter gewachsen sind.
Ich suche auch in diesen anderen Bereichen meines Lebens nach Hilfe und Orientierung. Ich weiß von bestimmten Gruppen, die ihr Format darauf zugeschnitten haben, um etwas in der Richtung zu ermöglichen, was ich in diesem Artikel beschrieben habe. Ich kenne eine Gruppe, in der die Regel herrscht, daß nur die Mitglieder teilen, die länger als fünf Jahre clean sind; sie laden auch nur Sprecher ein, die länger als zehn Jahre clean sind. Es sind natürlich alle Süchtigen willkommen, das versteht sich von selbst. Eine andere Gruppe hat einmal im Monat ein Meeting, in dem speziell solche Leute teilen, die länger als fünf Jahre clean sind. Die übrigen Wochen gibt es keine Beschränkung. Das sind einige der Dinge, die eingeführt wurden, um die Meetings für Mitglieder mit längerer Cleanzeit attraktiver zu machen. Ich würde mich freuen, von anderen zu hören.

Und jetzt zum Thema Alter. Wie fühlen sich jüngere Mitglieder, wenn jemand wie ich, über Schmerzen im unteren Rückenbereich erzählt oder wenn ich von meinem Interesse daran rede, wie die ersten drei Schritte auf die Folgen des Älterwerdens angewandt werden können? Ist es nötig oder angemessen, ein Meeting mit einem Format zu gründen, das auf „Seniorenmitglieder von NA (älter als 40)“ zugeschnitten ist? Wie würde das von den anderen Mitgliedern oder von der Gemeinschaft als Ganzer aufgenommen werden?

Mir scheint, daß das NA Way das beste Forum ist, das wir haben, um Diskussionen wie diese, in unserer weltweiten Gemeinschaft zu führen. Bitte schreibt Briefe an die Redaktion und äußert Euere Meinung zu diesen Fragen, so daß wir eine Vorstellung davon bekommen, wie die Gemeinschaft dem Ganzen gegenübersteht.
Hey, glaubt Ihr, ich könnte einen Seniorenrabatt für die NA-Literatur bekommen?

Jeff G., Kalifornien

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Eine gelungene Operation

Alles fing wie ein ganz normaler Morgen an —um 4 Uhr früh aufstehen, der Griff nach meinen Zigaretten und ab ins Wohnzimmer. ESPN einschalten, eine Tasse heißen Tee zubereiten, und einfach versuchen, den Morgennebel aus meinem Kopf zu kriegen. Bis zur allerletzten Minute warten, in meine Kleider springen und meine Stiefel anziehen. Als ich mich vorbeuge, um meine Stiefel zuzubinden, fühle ich einen scharfen Schmerz in meiner Brust. „Autsch! Das fühlt sich nicht gut an“, sage ich zu mir selbst. Aber als ich mich aufrichte, geht der Schmerz weg, fast so schnell, wie er gekommen war. 

Also auf zur Arbeit. Die Fahrt nach Modesto verläuft ohne Zwischenfälle. Ich springe in meinen Truck und auf geht’s nach Sacramento. Dort angekommen, steige ich aus dem Truck und peng! — Da ist er wieder, dieser Schmerz. Ich erzähle einem anderen Fahrer, was los ist und der schlägt mir vor, zwei säurebindende Tabletten zu nehmen. Ich glaube nicht, daß das etwas helfen kann, aber ich nehme sie trotzdem. 

Keine Wirkung. Ich fühle den Schmerz immer noch, obwohl er nicht so schlimm ist, wie bei der ersten Attacke. Ich rufe das Büro an, um ihnen mitzuteilen, was mit mir los ist und alle flippen aus. Ich sage ihnen, es ist kein Herzanfall (falsche Stelle), aber das ist egal. Sie schicken ein Taxi, das mich aufliest und ins Krankenhaus fährt. Das erste, was ich den Leuten im Krankenhaus erzähle ist, daß ich ein Süchtiger in Genesung bin und daß sie genau darauf zu achten haben, daß jeder, der mich behandelt, das auch beachtet. 

Neun Stunden und unzählige Tests, Blutuntersuchungen und später Röntgen, dann entließen sie mich in die Obhut meiner Frau, die den ganzen Weg von Stockton hergefahren war, um zu sehen, was wie es mir geht. Der Arzt sagte mir, daß ich eine kleinere Gallenkolik gehabt hatte, die auf Überfettung und ein paar Gallensteine zurückzuführen war.

Das waren gute Nachrichten; es sah so aus, als sei eine Operation die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu beseitigen. Ich war früher schon einmal operiert worden, aber da war ich sieben gewesen. Eine Mandeloperation war keine große Sache, aber das hier war was anderes! Ich war erwachsen und wußte, was es mit solchen Sachen, wie Operationen, auf sich hat.

Man sagte mir, ich solle einen Arzt aufsuchen und alles für die Operation in die Wege leiten. Man sagte mir, auf was für gute Sachen (Essen) ich bis nach der Operation verzichten mußte. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, auf eine fettfreie Diät zu gehen. Eine meiner Süchte ist Essen und das ist nicht gut für mich. (Ein Ring polnische Wust, wißt ihr wie gut das schmeckt?)

Das erste, was ich tat, als ich nach Hause kam, war, meinen Sponsor anzurufen. Seine beruhigenden Worte und die Tatsache, daß ich alles meiner Höheren Macht anvertraute, beschwichtigten irgendwie die Angst, die langsam Oberhand über meine Gefühle gewann. 

Am nächsten Tag ging ich zum Arzt. Er bestätigte mir, daß die einzige Möglichkeit zur Beseitigung dieses Problems eine Operation war, bei der ich an der Gallenblase operiert wurde. Der Eingriff wurde angesetzt und ich rief meinen Arbeitgeber an und informierte ihn, daß ich mehrere Wochen lang fehlen würde. Man gab mir dort Unterstützung und wünschte mir Glück.

In der Zeit zwischen dem Arztbesuch und dem Operationstermin ging ich in viele Meetings und teilte offen über meine Angst vor dem, was vor mir lag. Andere Mitglieder teilten ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung — und ihre Gebete. Eines der vielen Dinge, die ich in meiner Genesung gelernt habe, ist, daß Angst bekämpft werden kann, indem man sich über das informiert, wovor man Angst hat. Mein Sponsor erinnerte mich immer wieder daran, daß ich nicht alleine sein würde: Gott würde da sein und meine Hand halten. Indem ich Kraft bei meiner Höheren Macht suchte, war ich in der Lage, meinen Ängsten ins Gesicht zu sehen. Ich muß nur an Seine Liebe für mich glauben und dem Prozeß vertrauen, den wir Genesung durch NA nennen.

Die Operation verlief wie geplant, außer daß ihr Beginn um drei Stunden verzögert wurde. (Mein Arzt wurde bei einem anderen Patienten aufgehalten). Während ich wartete, scherzte ich mit dem Operationsteam. Sie waren so nett, mir die ganze Prozedur zu erklären und sie zeigten mir alle Instumente, die benutzt wurden, um meine Gallenblase zu entfernen.

Als ich nach der Operation aufwachte, war ich wieder in meinem Zimmer. Sowohl meine Frau, als auch mein Sponsor waren da. Und natürlich war auch Gott bei mir — das erinnerte mich daran, wie sehr ich doch wirklich gesegnet war, daß ich heute diese Leute in meinem Leben hatte, und natürlich auch euch, meine NA-Familie.

Am Sonntag Morgen, nach dem Männermeeting, kamen einige Süchtige in Genesung vorbei, um zu sehen, wie es mir ging. Einer von ihnen gab mir eine Karte, die von allen meinen Brüdern in Genesung unterschrieben war, die in diesem Meeting gewesen waren. Ich schaffte es recht gut, die Tränen zurückzuhalten, die in mir hochstiegen, als ich die Grüße las, die jedes Mitglied darauf geschrieben hatte. In der Mitte der Karte war ein gedruckter Spruch: Du wirst geliebt. Bis heute kann ich keine Worte dafür finden, die ausdrücken könnten, wie sehr mich diese Karte bewegte, aber ich kann sagen, daß ich sowohl geliebt, als auch gesegnet bin. 

Später an diesem Sonntag wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich rief meinen Sponsor an, um ihm mitzuteilen, daß ich es geschafft hatte, in einem Stück nach Hause zu gelangen. Er fragte, ob ich mich danach fühlte, diesen Abend ein Meeting zu besuchen. Ihr könnt euch vorstellen, wie meine Antwort war. Ja! Die Leute waren schockiert, mich dort zu sehen, aber das war genau der Ort, wo ich sein mußte. Indem ich alle Schmerzen, die ich hatte, Gott übergab, nahm Gott mir diese Schmerzen und ließ mir nur so viel, daß ich mit einer Dosis Tylenol auskam. Hier zeigt uns das Programm wieder, daß, wenn wir alles einem liebenden Gott übergeben können, Er uns helfen kann, jedes Hindernis im Leben zu überwinden.

Am Donnerstag Nachmittag mußte ich schon nichts mehr regelmäßig gegen die Schmerzen einnehmen. Ich will nicht sagen, daß jeder leiden sollte. Wenn die Schmerzen schlimmer geworden wären, dann hätte ich nicht gezögert, etwas zu nehmen, das man mir zur Schmerzlinderung verschrieben hat. Ich brauche kein Märtyrer zu sein, aber die Macht des Gebets ersetzte das, was der Doktor mir verschrieb.

Zur Zeit erhole ich mich gerade von einem anderen Eingriff (ich Glückspilz). All die Jahre, in denen ich gesnieft, geraucht und auf andere Weise Gift in mich hineingetan habe, hatten Auswirkungen auf meine Zähne. Ich erinnerte mich daran, daß ich Verantwortung übernehmen muß, und das schließt mit ein, daß ich für mich selbst Sorge trage. Also leitete ich alles in die Wege, um meine Zähne in Ordnung bringen zu lassen. Keiner meiner Zähne im Oberkiefer war mehr zu retten und so war es der einzige Weg, sie alle ziehen zu lassen und sie durch ein Gebiß ersetzen zu lassen.

Niemals in all den Jahren der Genesung hatte ich geglaubt, ich würde etwas so drastisches tun, wie einen zahnchirurgischen Eingriff vornehmen zu lassen (wer geht schon gerne zum Zahnarzt?). Und wieder habe ich meine Angst an Gott übergeben und sie mit den anderen im Meeting geteilt. Ich wußte nicht, daß so viele von uns (sorry, keine Namen) dasselbe Schicksal mit den Zähnen erlitten haben. Wenn ein Süchtiger dem anderen hilft, ist das absolut unvergleichlich.

Mein Eingriff ist erst achtundvierzig Stunden her und die größten Schnmerzen sind vorbei.

Und wieder einmal haben mir die vielen Segnungen, die kommen, wenn man die Zwölf Schritte arbeitet — wie belehrbar und aufgeschlossen zu bleiben und meine Hoffnungen und Ängste mit anderen Süchtigen zu teilen — dabei geholfen, eine weitere große Prüfung in meinem Leben durchzustehen. Ich weiß, daß ich die Herausforderungen des Lebens nie mehr wieder alleine durchstehen muß — außer, ich entscheide mich dazu, und diese Wahl ist für mich keine Alternative. Ich hoffe, daß meine Geschichte jemandem helfen wird, der vielleicht mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert wird, daß er versucht, sich in den Meetings und in der Gemeinschaft Mut zu holen. Wenn es für mich alten genesenden Miesepeter funktioniert hat, dann funktioniert es sicherlich auch für euch.

Jeff B., Kalifornien

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Es wird ganz einfach besser

Ich kam zu NA, als ich vierzig war (das Leben beginnt mit vierzig, nicht wahr?). Ich wußte, daß ich nicht so weiterleben konnte, wie bisher, aber ich hatte Angst davor, wie ein Leben ohne Drogen in diesem Alter sein würde. 
Ungefähr sechzig Tage lang tat ich nichts anderes, als in Meetings zu gehen und den Basic Text zu lesen — nachdem ich mir nach zwanzig Tagen Cleanzeit ein Exemplar davon angeschafft hatte. Ich kämpfte, um clean zu bleiben und mir wurde klar, wenn ich irgendwie weiterkommen wollte, dann mußte ich mehr tun, als das, was ich bisher getan hatte. 

Ich fragte jemanden, ob er mein Sponsor sein wollte (und, Gott sei Dank, ich habe jetzt, vierzehn Jahre später, immer noch denselben Sponsor) und ich engagierte mich im Service. An diesem Punkt begann mein Genesungsprozeß wirklich. Mein Leben wurde fortschreitend besser, manchmal nur langsam, aber trotzdem stetig. Ich hatte all die Dinge vergessen, die mir meine Krankheit über mein Alter eingeredet hatte, daß ich zu alt war, um clean zu werden usw. 

Eines Tages, als ich ungefähr zwei Jahre clean war, schaute ich in den Spiegel. Ich war beunruhigt über das, was ich sah. Dieser jugendliche, draufgängerische, arrogante, fünfundzwanzigjährige Mann schaute nicht mehr zurück. Ich sagte mir selbst: „Wo sind all die Jahre geblieben? Ich habe die meiste Zeit meines Lebens vergeudet.“ Diesem Gedanken folgte ein anderer auf den Fuß: „Mensch, am besten, ich nutze den Vorteil, daß ich clean bin und mache das Beste aus meinem Leben, so gut ich kann, und wie die Umstände es erlauben.“

Mit fortschreitender Zeit erlebte ich all die körperlichen Anzeichen des Älterwerdens: graue Haare, zurückgehender Haaransatz, beim Handball nicht mehr so gut mit den anderen mithalten zu können, Wehwehchen und Schmerzen am Morgen und — am allerschlimmsten — auf den NA-Veranstaltungen über die Tanzfläche zu schauen und mir selber einzugestehen, daß diese jungen Frauen einfach durch mich hindurch schauten; sie registrierten nicht einmal, daß ich da war.

Ich hatte auch einige medizinische Probleme. Als ich etwa acht Jahre clean war, bekam ich die Diagnose, daß ich eine Leberkrankheit hatte, die über länger Zeit hinweg tötlich sein konnte. In der Woche, in der ich meinen neunten Cleangeburtstag hatte, landete ich nach zwei Herzanfällen, die kurz aufeinander folgten, im Krankenhaus.
In den folgenden zwei Jahren war ich Drehtürpatient im Krankenhaus, extrem angegriffen aufgrund der Lebererkrankung. Und schließlich mußte ich eine Lebertransplantation vornehmen lassen. Es gab Zeiten, in denen ich dachte: „Hier bin ich also, über fünfzig, mit all diesen medizinischen Problemen, ständig Operationen — ist das alles in meinem Leben?“

Aber meine Verzweiflung dauerte nie lange. In Wahrheit ist mein Leben nie besser gewesen. Dadurch, daß es ein paarmal fast zu Ende gewesen wäre, ist mir klar geworden, was am wichtigsten ist. Das Leben ist so wertvoll und ich bin so dankbar, daß NA mir gezeigt hat, wie ich leben kann.

Normalerweise ist es sehr einfach, „ein gutes Programm“ zu arbeiten, wenn alles glatt geht. Mir selbst wurde die wirkliche Schönheit der Genesung dadurch gezeigt, wie das Programm in den schwärzesten Stunden meines Lebens zum Tragen kam — egal, was da jeweils gewesen ist. Während des ganzen Durcheinanders des Älterwerdens, hatte ich ein Geschenk, das mich niemals aufgeben ließ. Das Geschenk ist das Programm von Narcotics Anonymous und alles, worum es bei der Arbeit im Programm geht, ist: die Zwölf Schritte, ein liebender Gott, so wie ich ihn verstehe, und eine liebevolle Gemeinschaft (ihr alle). Ich hätte es niemals so weit durchgestanden, ohne die Liebe meiner Höheren Macht und die Liebe der Gemeinschaft.

Alt werden? Wegen NA konnte ich in Würde alt werden (und mit Dankbarkeit). Ich konnte das tun, weil ich auch dann, wenn ich krank bin, in Meetings gehe, meine NA-Literatur lese, Sponsorschaft für andere Männer übernehme, immer noch Service mache und — vielleicht mehr als alles andere — ich immer noch meine bewußte Verbindung zu Gott, wie ich ihn verstehe, aufrecht erhalte.

Wer hätte gedacht, daß ich in diesem Alter überhaupt noch am Leben sein würde und das auch noch clean? Solange ich in Genesung bleibe, ist das Älterwerden nicht allzu schlimm.

Anonym

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Service

Eine Welt 
für sich

WSB, WSC, WSO, WSCLC, WSC PI, WSC H&I — das waren nur einige Buchstaben aus dem alphabetischen Glossar von NA. Viele unserer Mitglieder haben niemals eine Unterscheidung gemacht zwischen dem Treuhänderausschuß der Weltdienste (World Service Board of Trustees), dem Weltdienstbüro (World Service Office), der Weltdienstkonferenz (World Service Conference) und den Komitees der Weltdienste (World Service Committees). Es war alles ganz einfach die „Weltdienste“ — so, wie: „Ich rufe die Weltdienste an und sehe, was die zu diesem und jenem sagen können“ oder: „Vielleicht können wir jemanden von den Weltdiensten kriegen, der auf unseren Lerntag kommt“.

Aufgrund des Beschlusses, der auf der Weltdienstkonferenz 1998 getroffen wurde, entspricht das ziemlich genau dem, wie es auch wirklich ist. Früher wurde von der Weltdienstkonferenz (WSC) ein Ausschuß gewählt, der das Weltdienstbüro leiten sollte. Es gab auch noch einen anderen Ausschuß — dieser bestand aus den Treuhändern. Dieser Ausschuß hatte nichts mit der Geschäftsleitung des Büros zu tun, aber seine Mitglieder gaben den einzelnen Mitarbeitern Anweisungen zu den Projekten und Aufgaben, für die die Treuhänder verantwortlich waren — Projekte, die ihnen die Weltdienstkonferenz übertragen hatten. Die Weltdienstkonferenz betraute neben den Aufgaben, die sie den Treuhänderkomitees übertrug, auch die ständigen Komitees der Weltdienstkonferenz mit Aufgaben. Oft hatten die Komitees der Weltdienste und die Komitees der Treuhänder Schwierigkeiten herauszufinden, wer befugt war, welche Entscheidung zu treffen und darüber hinaus stellte sich oft heraus, daß sie doppelte Arbeit leisteten. Da gab es eine World Convention Corporation, ein Übersetzungskomitee der Weltdienste und einen Redaktionsausschuß für das NA Way Magazine. Und zu all diesem gab es noch ein WSC Administrativkomitee, das für die Entscheidungen zuständig sein sollte, wenn die Weltdienstkonferenz nicht tagte.
Klingt das verwirrend?

Die Leute, die in diesem System zu arbeiten hatten, waren sicherlich dieser Ansicht. Also beschloß die Konferenz nach Jahren der Vorbereitung und Diskussion, all diese unterschiedlichen Weltdiensteinheiten zu kombinieren und zusammenzufassen und eine einzige Organisation daraus zu machen: Narcotics Anonymous World Services, oder NAWS, wie es bereits abgekürzt heißt.

Diese Zusammenziehung wird den Prozeß rationalisieren, wie die Weltdienste den Mitgliedern, Gruppen und den lokalen NA-Gemeinschaften dienen. Wir erwarten, daß es bei den Routinediensten für die Gemeinschaft keine Unterbrechung geben wird.

Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, was auf der Weltdienstkonferenz passiert ist, dann könnt ihr auf Anfrage eine Ausgabe des Conference Summary Report erhalten. 

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Sucht Ihr nach einer Gelegenheit, 
Service zu machen?

Infolge der Änderungen, die auf der Weltdienstkonferenz im letzten Jahr angenommen wurden, suchen wir nun weltweit nach Mitgliedern, die daran interessiert sind, Service zu machen. Wir brauchen Mitglieder, die fünf Jahre oder länger clean sind und Fähigkeiten und Erfahrungen besitzen, mit denen sie uns bei der Durchführung von Weltdienstprojekten unterstützen können. Wenn Du mehr als eine Sprache sprichst, oder wenn Du wertvolle Serviceerfahrungen in NA hast, dann möchten wir gerne von Dir hören. Wir brauchen Leute, die qualifiziert sind, aber die einzige unerläßliche Qualifikation ist die Cleanzeitvoraussetzung.

Damit Du in die engere Wahl kommst, mußt Du uns eine vollständige Servicereferenz schicken. Du kannst das Bewerbungsformular für den neuen World Pool (und auch andere Informationen) vom Weltdienstbüro bekommen oder Du kannst es aus dem Internet herunterladen.

Vor der nächsten Weltdienstkonferenz wird das Human Resources Panel (der Ernennungsausschuß) qualifizierte Kandidaten kontaktieren und sie davon in Kenntnis setzen, welche besonderen Fähigkeiten erforderlich sind, um im World Board, seinen Komitees und in anderen Weltdienstämtern zu dienen, wie z.B. als WSC Co-Facilitator oder als Mitglied des HSP.

Damit wir deine Bewerbung für den World Pool ordnungsgemäß vor der WSC’99 überprüfen können, würden wir es begrüßen, wenn sie bei uns vor dem 1. Januar 1999 eingeht.

Im Geiste des Dienens,

Das Human Resources Panel

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Networking mit Fachleuten

Von Jeff S., ehemaliges Mitglied

des WSC PI-Komitees

Folgende Empfehlungen wurden von dem nunmehr aufgelösten WSC PI-Komitee als Quellenmaterial entwickelt, und sollen unseren Mitgliedern, die PI-Arbeit machen, eine Hilfe sein.

Einleitung
Die Entwicklung von eins-zu-eins-Beziehungen mit Leuten aus therapeutischen Fachkreisen ist ein oft vernachlässigtes Unterfangen bei den lokalen Öffentlichkeitsarbeitskomitees. Viele Süchtige kommen an, weil sie eine Empfehlung von jemandem bekamen, der in einem helfenden Beruf oder in einer Justizvollzugsanstalt arbeitet. Aber damit Fachleute solche Empfehlungen geben können, müssen sie auch von NA wissen und darauf vertrauen können, daß ihre Klienten die Hilfe finden, die sie brauchen. 

Beide Komponenten sind wichtig. Ganz offensichtlich ist, daß jemand, der nicht weiß, daß wir existieren, auch keine Empfehlung geben kann, aber auf der anderen Seite wird auch niemand jemanden an NA verweisen, wenn er zwar von unserer Gemeinschaft weiß, uns aber als einen Club von vereinzelten Chaoten sieht. Ein ständiger persönlicher Kontakt braucht lange Zeit, bevor die Erwartungen und die Bedenken der Fachleute in die richtige Perspektive gerückt sind.

Wer sind die Fachleute?
Wer sind die Fachleute, die wir ansprechen sollten? Ihre Berufsbezeichnungen variieren von Land zu Land. Grundsätzlich sind es Leute, die in einer Position sind, in der sie Kontakt mit Drogensüchtigen haben, die Genesung brauchen. Das sind unter anderem:

  • Fachleute in therapeutischen Einrichtungen 
  • Sozial- und Bewährungshelfer 
  • Betreuer in Übergangseinrichtungen 
  • Betreuer in psychiatrischen Einrichtungen 
  • Sozialarbeiter 
  • Geistliche 
  • Ärzte 
Geht eine
Verpflichtung ein
Das erste, was ihr tun müßt, um effektiv zu arbeiten, ist: verpflichtet Euch dazu, jede Woche einen geringen Teil euerer Zeit mit einigen von diesen Leuten zu sprechen. Es können ein oder zwei Stunden pro Woche sein. Das ist genug, um mit mehreren Kontaktpersonen zu sprechen, eine kurze Einführung darüber zu geben, was Narcotics Anonymous ist, und ein paar Namen von anderen Fachleuten zu erfragen, die einige grundlegende Informationen über Narcotics Anonymous brauchen könnten. Die Länge der Zeit ist weniger wichtig, als die Verpflichtung, regelmäßig Kontakt zu halten. Wir haben eine ganze Latte von nicht eingehaltenen Verpflichtungen bei jeder Form des Dienstes. Das hat uns bei vielen Fachleuten einen schlechten Ruf eingebracht, und das zu recht, aber es ist niemals zu spät für Wiedergutmachungen. Eine feste Verpflichtung, die man einhält und eine kontinuierliche Verfügbarkeit, sind der lange Weg, auf dem man diesen Ruf wieder reparieren kann. 

Was sagt man
Das Ziel dieses Kontaktes ist es, der Fachwelt Narcotics Anonymous kurz vorzustellen, eine Meetingsliste und vielleicht einige grundlegende Informationsblätter zu übergeben. Ein Mißverständnis, das unter vielen Fachleuten vorherrscht, ist, daß „NA dasselbe ist, wie AA, außer daß es eben für Drogen ist“. Wir können diese Fehlauffassung effektiv korrigieren, indem wir betonen, daß wir in NA von der Krankheit Sucht genesen, nicht von einer bestimmten Substanz. Das geht schon aus unserem Ersten Schritt hervor: „Wir gaben zu, daß wir unserer Sucht gegenüber machtlos waren und unser Leben nicht mehr meistern konnten“.

Wenn wir das klargestellt haben, dann sollten wir fragen, ob sie vielleicht eine Präsentation von einem Ausschuß wünschen oder ob es sonst irgend etwas gibt, was wir tun könnten, und dann sollten wir zuhören. Wenn es innerhalb unserer Macht und unserer Traditionen ist, womit wir helfen können, dann wunderbar. Wenn nicht, dann erklärt die Gründe, wieso nicht, so kurz und schlüssig, wie ihr könnt. Die meisten Leute sind darauf gefaßt, ein „Nein“ als Antwort auf eine Bitte zu bekommen und, ehrlich gesagt, sie hören lieber ein „Nein“, als ein „Ja“, das dann nicht eingehalten wird. Was auch immer wir zusagen, wir müssen versuchen, es zu tun — und zwar nach besten Kräften.

Bleibt organisiert
Führt Buch darüber, welche Einzelpersonen ihr kontaktiert habt. Führt eine Liste mit Namen und Kontaktinformationen. Macht euch Notizen über die Einzelheiten des Gesprächs, über alles Informationsmaterial, das ihr dagelassen habt und notiert das Datum. Diese Informationen werden Euch später helfen, wenn ihr euch überlegt, wann ihr den nächsten Besuch machen sollt. Es nützt auch dem nächsten Mitglied des Öffentlichkeitsarbeitskomitees, das diese Fachleute kontaktiert.

Diese Informationen dienen euch dazu, die Datenbank über Fachleute auf den neuesten Stand zu bringen und zu erweitern, wenn ihr in der Zukunft Mailingaktionen, Faxrundschreiben und andere Projekte angehen wollt.

Bedenken
Im Unterschied zu anderen PI-Aktionen, die man niemals alleine machen sollte, können Telefonanrufe und persönliche Besuche von einer einzelnen Person durchgeführt werden. In diesem Fall ist es wichtig, den Besuch kurz zu halten und auf den Punkt zu kommen. Laßt euch möglichst nicht auf ausgedehnte Diskussionen über NA ein. Es soll nur eine kurze Vorstellung sein. Ladet die Fachleute zu euerem nächsten PI-Ausschuß ein oder zu euerem nächsten Treffen mit der Gemeinde, wo mehr NA-Mitglieder anwesend sind, die die Fragen von mehreren Fachleuten auf einmal beantworten können. Erinnert die Fachleute daran, daß NA eine sehr große Gemeinschaft ist und daß ihr selber nur betraute Diener seid. Es ist wichtig, daß die Fachleute verstehen, daß es in NA keine „Bosse“ gibt.

Unten findet ihr ein Musterformular, das ihr verwenden könnt, um euere Kontakte mit den Fachleuten aufzuzeichnen.

Muster für PI Networking
Kontaktnotizen

Betrauter Diener: __________________________________________________________________________

Datum: ____________________________________________________________________________________

Organisation: _____________________________________________________________________________

Telefon: __________________________________________________________________________________

Fax: ____________________________________________________________________________________

Adresse: ________________________________________________________________________________

Email: ___________________________________________________________________________________

Grund für den Kontakt:

  • Erstkontakt_________________ 
  • Folgekontakt___________________ 
  • Aktualisierung der Meetingsliste____________ 
  • Anderes______________________ 
Materialien, die geschickt oder übergeben wurden:
  • Vorstellungspaket______________ 
  • Informationsfaltblatt___________ 
  • Aktualisierte Meetingsliste_____________ 
  • Veranstaltungsflyers____________________ 
Kommentare: _____________________________________________________________________________

______________________________________________________________________________________

_______________________________________________________________________________________

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Das folgende anschauliche Beispiel enthält einige Fragen, die euch vielleicht während eines Kontaktes mit Fachleuten gestellt werden und es enthält einige Möglichkeiten, wie ihr solche Fragen beantworten könnt.

Beispiel
Der Telefonanruf

(ring . . . ring . . . ring)

Fachmann: Zentrum für Suchthilfe, Therapeut Theo. Was kann ich für sie tun?

Betrauter Diener: Guten Tag, Herr Theo, mein Name ist _____. Ich bin ein(e) selbst betroffene(r), jetzt cleane(r), Süchtige(r) von der Gemeinschaft Narcotics Anonymous. Ich rufe heute Fachleute an, die im Bereich Abhängigkeit von chemischen Substanzen arbeiten. Ich möchte Ihnen gerne NA kurz vorzustellen, Ihre Fragen dazu beantworten und Ihnen Literatur zukommen lassen, die Sie gegebenenfalls an Ihre Klienten weitergeben können, die von der Krankheit Sucht genesen wollen. Paßt es Ihnen gerade, oder habe ich einen ungünstigen Zeitpunkt für meinen Anruf gewählt? Möchten Sie lieber einen späteren Termin für unser Gespräch vereinbaren?

F: Nun gut, einige Minuten kann ich im Moment erübrigen. Was ist Narcotics Anonymous überhaupt?

BD: Lassen Sie mich das kurz erklären. Wir sind eine gemeinnützige Gemeinschaft von Männern und Frauen, für die Drogen zum Hauptproblem geworden ist. Wir treffen uns regelmäßig in zwanglosen Gruppen, wo wir über unsere Genesung sprechen und wie wir uns gegenseitig unterstützen, clean zu bleiben. Wir haben den Grundsatz der völligen Abstinenz von allen Drogen. Jeder kann mitmachen; die einzige Voraussetzung ist der Wusch, mit dem Drogennehmen aufzuhören. 

F: Oh! Ich möchte ganz gerne etwas mehr darüber hören, aber meine Zeit ist jetzt knapp bemessen. Können wir für später einen Termin ausmachen? 

BD: Sicherlich, ich treffe mich gewöhnlich am Mittwoch Nachmittag mit einigen von unseren Leuten. Um 13.00 Uhr habe ich Zeit. Paßt Ihnen das?

F: Das paßt gut. Wissen Sie, wo mein Büro ist?

BD: Ich habe Ihre Adresse. Soll ich am Empfang nach Ihnen fragen oder gleich in Ihr Büro kommen?

F: Kommen Sie gleich herauf — in den dritten Stock, Zimmer 339.

BD: Wunderbar! Dann sehen wir uns also um 13.00 Uhr. Auf Wiedersehen.

F: Wiedersehen.

Der Besuch
(klopf, klopf)

F: Guten Tag.

BD: Guten Tag, ich bin_____. Wir haben uns am Telefon über Narcotics Anonymous unterhalten und einen Termin für ein Uhr vereinbart. 

F: O ja, kommen Sie herein. Ich freue mich, Sie kennenzulernen. 

BD: Ganz meinerseits.

F: Ich fand es sehr interessant, was Sie mir am Telefon erzählten. Vielen Dank, daß Sie sich die Zeit nehmen und vorbeikommen. Was genau ist Ihre Position? Sind Sie ein Berater?

BD: Nein. Wir haben keine Berater. Fast alle unsere Dienstleistungen, die wir anbieten, werden ehrenamtlich gemacht. Wir nennen uns innerhalb der Gemeinschaft„betraute Diener“. Meine Aufgabe ist es, Narcotics Anonymous Fachleuten, wie Ihnen, vorzustellen, die Fragen zu beantworten, die Sie vielleicht haben und festzustellen, ob NA für Sie irgendwie interessant sein könnte.

F: Dann ist das ja dann so ähnlich wie AA?

BD: Gut, daß Sie das fragen. Unser Programm ist tatsächlich dem von AA sehr ähnlich. Wir benutzen auch die Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, aber wir konzentrieren uns nicht auf die Genesung von einer bestimmten Droge, sondern wir konzentrieren uns auf die Genesung von der Krankheit Sucht. Das schließt alle Drogen ein, auch den Alkohol.

F: O, ich verstehe. Wie viele Meetings gibt es in dieser Gegend?

BD: Wir haben ___ Meetings hier in der Stadt und mehr als ___ pro Woche im ganzen Bundesland. Ich habe eine Meetingsliste mitgebracht und auch eine, die das ganze Gebiet abdeckt. Wir aktualisieren sie alle drei Monate. Ich kann Ihnen jedesmal, wenn die neuen Listen herauskommen, eine schicken, wenn Sie einverstanden sind.

F: Ja, das wäre sehr hilfreich. 

BD: Wunderbar, ich setze Sie auf unseren Verteiler für die regelmäßigen Mailings. Wenn Sie möchten, dann kann ich Sie auch auf unsere Faxliste setzen, so daß Sie die Einladungen für Parties oder andere Veranstaltungen erhalten, die unsere Gemeinschaft veranstaltet.

F: Das ist eine gute Idee! Schicken Sie sie an die Nummer 555-5555. Ich wollte meine Klienten schon immer auf gesellschaftliche Veranstaltungen in einer drogenfreien Umgebung schicken.

BD: Ich habe Ihnen etwas einführende Literatur mitgebracht. Eine Einführung in Narcotics Anonymous und einige Informationsfaltblätter.

F: Vielen Dank. 

BD: Gibt es noch etwas, das ich für Sie tun kann? 

F: Ja, eigentlich hätte ich gerne, daß jemand herkommt und die ganze Geschichte meinen Klienten vorstellt. Geht das? 

BD: Ja. Wir könnten das machen. Warum kommen Sie nicht zu unserer nächsten Informationsveranstaltung für Fachleute in diesem Gebiet. Die nächste Veranstaltung ist für den ____ um ___ Uhr angesetzt. Hier ist ein Handzettel, auf dem das Treffen angekündigt ist. [Wir haben auch ein Video in unserem Dienstbüro, auf dem wir uns vorstellen. Es heißt „Just for Today“* .] Sie können auch andere Literatur bei diesem Büro bestellen. Hier ist ein Bestellformular mit der Adresse und Telefonnummer des Büros. Wenn Sie möchten, daß eine Abordnung von NA-Mitgliedern zu Ihnen kommt und sich Ihren Klienten vorstellt, dann muß ich mit meinem Komitee über die entsprechenden Vorkehrungen sprechen. Wir treffen uns in zwei Wochen. In der Woche darauf kann ich Sie anrufen und Ihnen Terminvorschläge machen.

F: Vielen Dank.

BD: Es hat mich gefreut, Sie zu treffen. Haben Sie Kollegen, an die ich mich vielleicht auch wenden könnte?

F: Ja, Sie sollten sich vielleicht an meinen Chef wenden. Er sollte wirklich mehr über die verfügbaren Hilfen erfahren, die es in der Gegend gibt.

BD: Danke, ich werde ihn anrufen. Eines der Faltblätter, die ich Ihnen gegeben habe, heißt: „NA: Eine Hilfe in Ihrer Gemeinde“. Würden Sie so nett sein und das an ihn weiterleiten und ihm sagen, daß wir ihn anrufen?

F: Sicherlich. 

BD: Das ist großartig! Es hat mich wirklich sehr gefreut, Sie kennenzulernen. Mein Komitee und ich freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

F: Ich freue mich ebenfalls. Einen schönen Tag noch.

BD: Gleichfalls. 

* Anm. d. Übersetzers: Dieses Video gibt es beim Weltdienstbüro auf englisch.
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H&I SlimH&I Slim

Leser der H&I News sind mit dem H&I Slim vertraut. Diejenigen unter Euch, die noch nicht die Ehre hatten - H&I Slim ist der ultimative K&E-Typ. Man trifft ihn in Krankenhäusern und Gefängnissen in der ganzen Welt. Man könnte sagen, er weiß immer, was abgeht, wo’s abgeht und wie’s abgeht. Habt Ihr Fragen über K&E? Braucht Ihr Hilfe? Schreibt an H&I Slim, zu Händen des WSO.

Lieber H&I Slim,
Meine Region veranstaltet regelmäßig K&E-Workshops — manchmal sogar zwei pro Monat. Wir benutzen das K&E-Handbuch und von Zeit zu Zeit laden wir auch Leute ein, die in der Justizvollzugsanstalt arbeiten, um Fragen im Zusammenhang mit ihrer Anstalt zu beantworten. Meine Frage an Dich lautet: Wir veranstalten ja so viele Workshops, aber welche anderen Hilfsmittel können wir nutzen, um die Workshops für die Besucher informativer und interessanter zu machen?

Suche mehr Informationen

Lieber Suchender,
Zuerst einmal möchte ich deinem Komitee und deiner Region dazu gratulieren, daß ihr so fleißig daran arbeitet, unsere Botschaft durch K&E-Service weiterzutragen. Du liegst richtig — unser K&E-Handbuch ist die beste Informationsquelle, aber es gibt noch ein paar andere. Die Kassette, die zum Handbuch gehört, ist exzellent. Sie kann auf dem Workshop vorgespielt werden und auch die Ausschußmitglieder können sie auf dem Weg zu einer Einrichtung hören. Es gibt auch mehrere K&E-bezogene Bulletins; die zwei neuesten sind „Men with Men, Women with Women“ [Männer mit Männern, Frauen mit Frauen] und „H&I Meetings in Methadone Clinics“ [K&E-Meetings in Methadonkliniken].

Das WSO hat außerdem auch Material aus satirischen Anspielungen exzerpiert, die von den Mitgliedern des WSC K&E-Komitees stammen. Diese sind auf Anfrage erhältlich.

K&E Slim

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Stellt Euch das vor

Die „Live and Let Live“-Gruppe in Balitmore, Maryland, wurde 1984 gegründet und trifft sich seitdem in diesem Raum. Es gibt ungefähr zwanzig aktive Stammgruppenmitglieder und das Meeting zieht regelmäßig mehr als 100 Leute an.

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Endlich frei

Ich bin eine Süchtige und heiße Pam. Am Ende meiner Suchtgeschichte hatte ich mich freiwillig in eine Psychiatrie einweisen lassen. Die unüberwindbare Angst, die ich vor dem Leben hatte, hatte mich völlig gelähmt. Mein Leben wurde durch die Hilfe einer liebenden Höheren Macht, einem K&E-Meeting und den Basic Text gerettet. Aufgrund dessen bin ich jetzt dreieinhalb Jahre clean und ich arbeite leidenschaftlich beim K&E mit.

Ich habe mich in der K&E-Arbeit engagiert, seit ich dreißig Tage clean war. Ich kann es nicht in Worte fassen, was das für ein Gefühl ist, K&E-Arbeit zu machen. Die Demut und Dankbarkeit, die ich empfinde, kann ich nicht in Worte fassen. Ich habe eine unersättliche Lust auf Servicearbeit und auf meine Genesung. Wenn es das K&E nicht gegeben hätte, dann weiß ich nicht, wo ich heute wäre: im Gefängnis, in einer Anstalt oder tot. Ich bin wirklich dankbar.

Ich habe gelernt, daß es mir wirklich hilft, die Botschaft weiterzutragen, wenn ich auf K&E-Meetings den Basic Text mitnehme. Die Botschaft, die wir weitergeben, kommt aus unserem Basic Text und sie ändert sich nicht. Wenn ich K&E-Service mache, und niemand aus der Gruppe kann einen Bezug zu der Erfahrung eines einzelnen Süchtigen herstellen, dann können wir den Basic Text zur Hilfe nehmen. Er hilft jedem Süchtigen, sich „dazugehörig“ zu fühlen und er lenkt uns davon weg, uns auf die Unterschiede zwischen uns zu konzentrieren.
Ich war am Anfang meiner Genesung eine Agnostikerin. Als ich dreißig Tage clean war, hatte ich die Gnade, meine Höhere Macht auf dem Welttreffen in Baltimore, Maryland zu sehen. Während des Konzerts, das im Amphitheater draußen stattfand, offenbarte sich meine Höhere Macht und sprach zu mir. Sie fragte, ob ich bereit war zu kapitulieren. Als ich mit „Ja!“ antwortete, sagte sie immer wieder zu mir: „Du bist frei. Du hat kapituliert. Du hast nichts zu fürchten.“ (Ich war vollständig entgiftet, als das geschah.) 

Ich habe nicht nur die Freiheit von der Besessenheit, Drogen zu nehmen und von dem selbstgemachten Gefängnis meines Geistes geschenkt bekommen; ich bin auch frei von der Entwürdigung und Hoffnungslosigkeit, aus der ich kam. Als Ergebnis davon, wächst mein Glaube beständig weiter. 


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Abtretungserklärung der Autorenrechte

Alle Artikel müssen zusammen mit dieser unterschriebenen Abtretungserklärung eingereicht werden.

Hiermit erteile ich dem World Service Office, dem NA Way Magazine, seinen Rechtsnachfolgern, Rechtsbeauftragten und denjenigen, die in ihrem Auftrag handeln, die Erlaubnis, das beigefügte Originalmaterial zu veröffentlichen.

Ich erkläre mich einverstanden, daß dieses Material redigiert wird. Weiterhin erkläre ich mich einverstanden, daß dieses Material in anderen Journalen der NA-Gemeinschaft abgedruckt wird. Ich befinde mich im Besitz meiner vollen Geschäftsfähigkeit, auf Grundlage derer ich diese Zustimmung erteile und verzichte damit gegenüber dem World Service Office und der Zeitschrift The NA Way Magazine auf jeden Rechtsanspruch meinerseits, von meinen Rechtsnachfolgern und oder Rechtsbeauftragten.

Unterschrift: ______________________________________

Datum: ___________________________________________


Produktinformationen 
vom WSO

Wunder geschehen:
Die Geburt von Narcotics Anonymous
in Wort und Bild
Dieses Buch in Übergröße besteht aus 112 Seiten, ist in Vierfarbendruck und enthält die Chronik von NA in Wort und Bild.
Der Text: Die Archive des Weltdienstbüros und der Text von Jimmy K. erzählen die Geschichte der Kämpfe, die unsere Gründungsmitglieder durchstehen mußten, als sie eine Gemeinschaft für Süchtige gründeten.
Die Bilder: Abbildungen der Originalfotos von Dokumenten aus dem Archiv illustrieren die Geschichte. Mit der Namensliste von unserem ersten Meeting bis hin zu unseren ersten Exemplaren der Literatur, gestatten uns diese hochwertigen Reproduktionen einen Blick auf unsere Wurzeln.
Artikel Nr. 1120
Preis US$ 24.95

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